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Trotz rückläufigem PC-Markt

Acer sieht sich im Aufwind

15. April 2019, 10:00 Uhr   |  Lars Bube

Acer sieht sich im Aufwind
© CRN

Während die Marktforscher einen weiteren Abschwung am PC-Markt vermelden, gibt sich Acers Westeuropa-Verantwortlicher Wilfried Thom gelassen. Er sieht sein Unternehmen gut aufgestellt und hofft auf eine große Migrationswelle zu Windows 10.

Der PC-Markt kommt weltweit nicht aus dem Tief, doch Acer sieht sich im Aufwind. Entgegen den Trend habe Acer das vergangene Geschäftsjahr mit einem Plus von 2 Prozent abgeschlossen, sagte Wilfried Thom, der bei Acer für das Geschäft in Westeuropa zuständig ist, der dpa. »2018 war ein rundherum erfolgreiches Jahr und unser bestes Ergebnis seit acht Jahren.« Laut jüngsten Zahlen von Gartner sackte das PC-Geschäft im ersten Quartal weltweit dagegen um 4,6 Prozent ein, 2018 verzeichnete die Branche ein Minus von 1,3 Prozent.

Angesichts des negativen Trends konzentriert sich der taiwanesische PC-Hersteller inzwischen auf Wachstumsbereiche. Dazu zählt Thom besonders dünne Notebooks (Ultra Thin), leistungsfähige Modelle für Gamer sowie Chromebooks von Google, bei denen die Anwendungen in der Cloud verfügbar sind. »In diesen Bereichen haben wir uns als Premium-Anbieter etabliert.« Am Donnerstagabend stellte Acer in New York zudem eine neue Modell-Reihe vor, die speziell für Agenturen, Verlage und Unternehmen gedacht ist. Die »Concept D«-Reihe soll sich vor allem für professionelle Bildbearbeitung eignen. »Die Ansprüche an die Geräte haben sich verändert, die Anforderungen an die Hardware sind in vielen Bereichen deutlich gestiegen«, sagte Thom.

Weltweit rangiert Acer laut Gartner auf Platz fünf nach Lenovo, HP, Dell und Apple. In Deutschland nimmt das Unternehmen nach Berechnungen der GfK Platz drei ein, sagte Thom. Und für das laufende Jahr sieht Thom weitere Wachstumspotenziale auch in Deutschland. »60 Prozent der Geräte im Konsumentenbereich sind älter als sieben Jahre«, sagte Thom. Im Januar seien noch rund 29 Prozent aller System in Europa mit Windows 7 ausgestattet gewesen. Und ab dem 14. Januar kommenden Jahres werde Microsoft das betagte Betriebssystem nicht mehr unterstützen. »Für die Industrie ist das wie Weihnachten«, sagte Thom. Das Support-Ende für Windows 7 werde rund 80 Millionen Systeme in Europa betreffen. »Das wird noch einmal einen vielfach größeren Push geben als damals mit Windows XP.«

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