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Schutz für Daten – auch in der Cloud

Varonis positioniert sich stärker als Security-Anbieter

06. Mai 2020, 09:04 Uhr   |  Daniel Dubsky

Varonis positioniert sich stärker als Security-Anbieter
© CRN

Julian Mauss und Klaus Nemelka von Varonis

Wegen der DSGVO-Einführung drehte sich bei Varonis lange alles um Datenklassifizierung, der Hersteller arbeitete mit vielen Storage-Spezialisten zusammen. Nun bringt er sich stärker als Security-Anbieter in Stellung, der Daten komplett absichert – auch in der Cloud. Damit verändert sich der Channel.

Seit fast zwei Jahren müssen Unternehmen und andere Organisationen sich mittlerweile an die EU-Datenschutzgrundverordnung halten. Doch vielerorts sind die Arbeiten an internen Systemen und Prozessen noch immer im Gange. »Viele Unternehmen sind noch nicht so weit, wie sie sein sollten«, hat etwa Julian Mauss, Sales Engineer bei Varonis, festgestellt und überraschenderweise vor allem bei Großunternehmen noch einigen Nachholbedarf ausgemacht. Die verfügen zwar in der Regel über deutlich umfangreichere Ressourcen als Mittelständler und kleine Firmen, haben aber auch mehr unstrukturierte Daten, komplexere Infrastrukturen und unübersichtlichere Prozesse, die die DSGVO-Umsetzung ausbremsen.

Zudem entstehen bei zahlreichen Unternehmen neue Herausforderungen durch die Nutzung von Cloud-Diensten, die erst in den vergangenen ein, zwei Jahren richtig Fahrt aufgenommen hat. Die Firmen setzen nun auf Office 365 und Sharepoint Online oder den Datenaustausch via Box beziehungsweise eigene File-Server in der Cloud. Hier geht es nicht mehr nur um die Klassifizierung von unstrukturierten Daten, um zu wissen, wo personenbezogene oder vertrauliche Daten landen und wer Zugriff auf sie hat – etwas, was bei Varonis lange im Mittelpunkt stand –, sondern in zunehmendem Maße auch um den Schutz vor Missbrauch und Diebstahl oder der Verschlüsselung durch Ransomware. Auch hier können die Varonis-Lösungen helfen, Datenablagen zu überwachen und Datenzugriffe zu kontrollieren.

Compliance bei Cloud-Migrationen

Daher bringt sich der Hersteller seit einigen Monaten stärker als Security-Anbieter in Stellung, wodurch sich auch sein Channel verändert. Lange arbeitete Varonis vornehmlich mit Datenmanagementspezialisten und Partnern aus dem Storage-Bereich zusammen, die sich mit den Lösungen im schwierigen Hardware-Geschäft gut von der Konkurrenz abgrenzen konnten. Mittlerweile sind auch Sicherheitsspezialisten für den Hersteller interessant sowie kleinere Reseller, die ins Security-Business vorstoßen wollen. »Wir werden im Security-Bereich als wichtiger Player gesehen, weshalb viele Partner auf uns zukommen«, so Klaus Nemelka, Technical Evangelist bei Varonis.

Mithilfe der Varonis-Lösungen können Partner ihren Kunden helfen, in die Cloud zu migrieren und Compliance-Vorgaben einzuhalten. Doch das Thema ist komplex und erfordert den Willen, sich intensiv einzuarbeiten. »Es handelt sich um keine Lösung von der Stange«, sagt Nemelka, »aber wir versuchen mit Bundles zu helfen, die sich gut verkaufen und leicht einführen lassen.« Bechtle beispielsweise verkauft diese auch über seinen Shop. In der Regel müsse der Partner aber zunächst die spezifischen Anforderungen beim Kunden in Erfahrung bringen und dementsprechend Anpassungen vornehmen, ergänzt Mauss.

Fachkräftemangel bremst Wachstum

Der Hersteller ist daher vor allem in den ersten Projekten sehr stark involviert. Im Verlauf der Zusammenarbeit wird dann der Partneranteil in den Projekten größer, auch wenn Nemelka einräumen muss, dass bislang noch kein Partner alles allein stemmen könne. Mittelfristig sei aber genau dies das Ziel. Man stecke noch im Aufbau und könnte ohne den Fachkräftemangel, unter dem sowohl der Hersteller als auch seine Partner leiden, viel schneller wachsen, denn das Interesse von Kundenseite an den Varonis-Lösungen sei sehr groß.

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