Schwerpunkte

Kluft zwischen Wahrnehmung und Realität

Unternehmen in trügerischer Sicherheit

04. Oktober 2006, 04:29 Uhr   |  Michael Hase | Kommentar(e)

Unternehmen in trügerischer Sicherheit: Deutsche Anwender wähnen sich ausgesprochen sicher. Die Wirklichkeit in den Unternehmen steht jedoch häufig im Kontrast zum Sicherheitsgefühl der Security-Verantwortlichen. Tatsächlich nimmt die Zahl der Angriffe nicht ab. Auf diesen Widerspruch weist die Studie »IT Security 2006« von CMP-WEKA hin.

Der Widerspruch könnte nicht größer sein: Auf der einen Seite schätzt jedes zweite Unternehmen in Deutschland sein Sicherheitsrisiko als ziemlich gering beziehungsweise sehr gering ein. Auf der anderen Seite scheitert ein Viertel der Sicherheitsprojekte hierzulande am mangelnden Risikobewusstsein von Geschäftsführern und Budget-Entscheidern. Gleichzeitig verzeichnete fast ein Viertel der Unternehmen in diesem Jahr mehr Sicherheitsverstöße als im Jahr 2005.

Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie von CMPWEKA research & consulting, die in Zusammenarbeit mitder CRNSchwesterzeitschrift Informationweek durchgeführt wurde. Das Marktforschungsteam stellte in den Monaten Juni und Juli dieses Jahres 827 deutschen Firmen knapp 50 Fragen rund um die Informationssicherheit ihrer Organisation. Der Anbieter von Antiviren- Lösungen, G DATA Security, unterstützt als offizieller Partner die Studie »IT Security 2006«.

Noch im vergangenen Jahr schätzten im Rahmen der IT-Security- Studie 2005 der Informationweek neun Prozent der seinerzeit 495 befragten Organisationen ihr Sicherheitsrisiko als eher hoch ein. Diesem Wert stehen im Jahr 2006 ein Prozent (sehr hohes Risiko) und sechs Prozent (ziemlich hohes Risiko) gegenüber. Die Zahl der Sicherheitsverstöße nimmt jedoch nicht ab. Erfolgreiche Sicherheitsverstöße meldeten im vergangenen Jahr 56 Prozent der Unternehmen. In diesem Jahr waren es zwar nur knapp 23 Prozent der Befragten, die sich zu Sicherheitsverletzungen in ihrer Organisation bekannten.

Nach Auffassung von Oliver Michel, Deutschland-Geschäftsführer des französischen ITSecurity- Dienstleisters Qualys, dürfte die Dunkelziffer viel höher liegen: »Viele Firmen wissen überhaupt nicht, was in ihrem Netzwerk los ist. Als Anbieter von Schwachstellen- Scanning wissen wir aus Erfahrung, dass einer großen Anzahl von Unternehmen einfach die technischen Möglichkeiten fehlen, Sicherheitsverletzungen aufzuspüren.«

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