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Im Namen des Gesetzes

Überwachung in Deutschland nimmt zu

23. Januar 2020, 11:53 Uhr   |  Petra Albers, dpa

Überwachung in Deutschland nimmt zu
© Fotolia/Andrey Popov

Die Anzahl der überwachten Telefon-, Mobilfunk- und Internetanschlüsse im Zusammenhang mit Straftaten hat 2018 in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um über 4 Prozent zugenommen. Bayern liegt vorne.

Zur Überführung von Straftätern sind in Deutschland 2018 mehr Telefon- und Internetanschlüsse überwacht worden als im Jahr zuvor. Insgesamt sei die Zahl der überwachten Anschlüsse um 4,4 Prozent auf 19.474 gestiegen, teilte das Bundesamt für Justiz am Mittwoch in Bonn mit. Dagegen sank die Zahl der Ermittlungsverfahren, in denen Gerichte Überwachungsmaßnahmen anordneten, um 9,3 Prozent auf 5.104.

Die meisten Verfahren mit Telekommunikationsüberwachung gab es demnach in Bayern (1.225), gefolgt von Hessen (767) und Baden-Württemberg (624). In Schleswig-Holstein waren es 93 Verfahren. Darunter lagen nur das Saarland und Bremen.

Mit Abstand am häufigsten - in 7.846 Fällen - kam die Überwachung in Verfahren zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zum Einsatz. Zur Aufklärung von Betrug und Computerbetrug wurden 2.874 Anschlüsse überwacht, wegen Bandendiebstahls 2341. Im Zusammenhang mit Mord und Totschlag zapften Ermittler 1.895 Telefon-, Mobilfunk- oder Internetanschlüsse an.

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