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Unwissenheit begünstigt Trojaner-Angriffe

»Systemsicherheit ist kein Hexenwerk«

17. Dezember 2018, 13:32 Uhr   |  Martin Fryba

»Systemsicherheit ist kein Hexenwerk«
© Götz Schartner

»Systemsicherheit ist kein Hexenwerk. Unternehmen müssen lediglich die einfachsten Grundlagen umsetzen und endlich dem Irrglauben abschwören, der Kauf von Sicherheitssoftware könne als Schutz ausreichen«, sagt Götz Schartner.

Krankenhäuser, Maschinenbauer, Stromnetze: Viele Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen handeln fahrlässig. Sie sind auf Angriffswellen nicht vorbereitet, obwohl grundlegende Sicherheitsmaßnahmen schon helfen würden, meint CEO Götz Schartner von 8com.

Klinikum Fürstenfeldbruck: Ein Trojaner legte kürzlich dort mehrere Tage sämtliche Windows-Server und –Computer lahm. Hunderte Clients durchforstete die Malware auf der Suche nach Bankkonten. Die Kommunikation per E-Mail und Telefon brach zusammen, Patientendaten wurde vorläufig manuell erfasst.

Noch schlimmer traf es kürzlich einen Münchner Maschinenbauer: Da ein Trojaner mehrerer Computer verschlüsselt hatte, musste das Unternehmen über Wochen seine Produktion drosseln. Die Malware: Vermutlich ein alter Bekannter – Emotet, vermuten IT-Sicherheitsexperten von 8com und stellen immer wieder fest: Auf Trojaner wie Wannacry, Petya oder Emotet sind viele Unternehmen und Behörden nicht vorbereitet.

Obwohl die Presse immer wieder über neue Angriffswellen berichtet und das BSI regelmäßig Betreiber kritischer Infrastrukturen zur Vorsicht mahnt. Stromnetz-Betreiber zum Beispiel: In den vergangenen Jahren waren infolge von Cyberattacken zeitweise mehrere tausend Haushalte in der Ukraine vom Stromnetz getrennt. Möglich ist das auch hierzulande, warnt 8com. Stromnetzüberlastungen, längere Blackouts und daraus resultierende Versorgungsengpässe, verdorbene Lebensmittel, ausbleibende Kühl- und Lieferketten, Zusammenbruch der medizinischen Versorgung: »Es ist Zeit, zu handeln«, sagt Götz Schartner, CEO des Cyber-Security-Unternehmens 8com und Buchautor.

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