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McCartney für »faires Internet«

Streit um EU-Urheberrecht

04. Juli 2018, 15:32 Uhr   |  Peter Tischer

Streit um EU-Urheberrecht
© Daniel Krasoń - Fotolia

Im Streit um die geplante Reform des EU-Urheberrechts schaltet sich nun auch Pop-Legende Paul McCartney ein und spricht sich für die Reform aus.

Pop-Legende Paul McCartney (76) hat sich für die umstrittene Reform des EU-Urheberrechts stark gemacht, das unter anderem Plattformen wie YouTube stärker in die Verantwortung nehmen soll. »Wir brauchen ein Internet, das für alle fair und nachhaltig ist«, schrieb der Ex-Beatle in einem Brief an das EU-Parlament. Plattformen mit hochgeladenen Inhalten von Anwendern würden sich bis heute weigern, Künstler für ihre Arbeit zu entschädigen. Gleichzeitig würden sie die Musik für ihren eigenen Profit nutzen, kritisierte McCartney.

Die Parlamentarier in Straßburg wollen am Donnerstag über die Änderungen abstimmen. Kritiker der Reform sehen das freie Internet bedroht, wenn in Europa Upload-Filter und ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage eingeführt werden. Beobachter erwarten einen knappen Ausgang bei der Abstimmung.

McCartney wies in dem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben auch auf die enorme Bedeutung von Musik und Kultur hin: »Sie sind unser Herz und unsere Seele. Aber sie sind nicht einfach so da. Sie erfordern die harte Arbeit so vieler Menschen«. Musik schaffe Jobs und Wachstum und digitale Innovationen in ganz Europa.

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