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Sicherheitsrisiko Consumer-Devices

Smartwatch als Einfallstor ins Unternehmensnetz

05. März 2020, 16:49 Uhr   |  Michaela Wurm

Smartwatch als Einfallstor ins Unternehmensnetz
© leowolfert - Fotolia

Die Zahl der smarten Geräte, die ins Internet of Things eingebunden sind, steigt und damit auch das Risiko von Cyberangriffen. Vor allem die nicht-autorisierten privaten Devices der Mitarbeiter wie Smartwatch oder Fitnesstracker stellen ein Sicherheitsrisiko dar.

Das Internet of Things (IoT) wächst immer weiter und auch in Unternehmen steigt die Zahl der smarten Geräte, vom Drucker über Klimaanlagen bis hin zu Kaffeemaschinen. Doch bei einer nicht unwesentlichen Zahl der mit Unternehmensnetzwerken verbundenen Geräte handelt es sich um nicht-autorisierte Devices der Mitarbeiter wie Smartwatch oder Fitnesstracker. Da die Cybersicherheit gerade bei günstigeren IoT-Produkten immer noch stark vernachlässigt wird, kann dieser sorglose Umgang ein Sicherheitsrisiko für das gesamte Unternehmensnetzwerk darstellen.

Die Sicherheitsforscher des Security-Unternehmens Zscaler haben die Daten von IoT-Geräten in Unternehmen analysiert. Dabei stellten sie fest, dass es sich bei über der Hälfte der verbundenen Anwendungen um Produkte für Endverbraucher handelte. Darüber hinaus hat der Anteil der nicht-autorisierten Geräte deutlich zugenommen. Die Analyse von mehr als einer Milliarde IoT-Aktionen pro Monat ergab außerdem, dass 83 Prozent über Nur-Text-Kanäle abgewickelt wurden. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass lediglich 17 Prozent einen sicheren SSL-Kanal für die Datenübertragung verwendeten.

Eine erschreckende Zahl, denn bei einer Nur-Text-Übertragung steigt das Risiko, dass Daten abgefangen werden signifikant. Auch Man-in-the-Middle-Angriffe und Exploits werden erleichtert. Da wundert es nicht, dass Zscaler nach eigenen Angaben 14.000 Malware-Angriffe über IoT-Geräte pro Monat abgewehrt haben will – siebenmal mehr als noch im Mai 2019.

Hintergrund ist zum einen die stark wachsende Zahl an smarten Geräten, die sowohl in Unternehmen als auch im privaten Bereich zum Einsatz kommen. Zum anderen wissen aber auch Hacker, dass ein großer Teil dieser Geräte kaum oder gar nicht geschützt ist. Sie suchen gezielt nach solchen IoT-Produkten, die über das Internet zugänglich sind und ihnen eine Hintertür in ein Unternehmensnetzwerk öffnen. Ist eine solche Schwachstelle gefunden, kann der Angreifer spionieren, Malware installieren oder die verbundenen IoT-Geräte zum Teil eines Botnet machen.

Die Verbindung von IoT-Geräten mit einem Unternehmensnetzwerk kann also durchaus zur Gefahr werden. Dies gilt umso mehr, wenn die Verantwortlichen keine Kontrolle darüber haben, welche Geräte die Mitarbeiter ohne entsprechende Autorisierung verknüpfen. Selbst bei einem an sich sicheren Netzwerk werden so unbewusst Einfallstore geschaffen, die sich leicht eliminieren ließen.

Schon das Ändern des Standardpassworts der IoT-Geräte ist hilfreich, denn es erschwert kriminellen Hackern den Zugriff. Auch die Begrenzung der verbundenen Geräte, sodass sich nicht jeder mit jedem Gerät einwählen kann, sorgt für etwas mehr Sicherheit.

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