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Cyberkrimininalität

Polizei stellt mehr Experten ein

21. Januar 2020, 10:20 Uhr   |  Ira Schaible, dpa

Polizei stellt mehr Experten ein
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Auf die steigende Anzahl von Straftaten über das Internet reagiert auch die Polizei in Rheinland-Pfalz: Mit der Schaffung neuer Stellen für Cyberanalysten und IT-Forensiker.

Cyberkriminalität nimmt immer weiter zu und stellt die Polizei laufend vor neue Herausforderungen. Im vergangenen Jahr seien in Rheinland-Pfalz rund 13.590 Fälle angezeigt worden, 7,9 Prozent mehr als 2018, sagte der Vize-Präsident des Landeskriminalamts, Achim Füssel, am Montag in Mainz. Die tatsächliche Zahl sei aber um ein Vielfaches höher, weil viele Straftaten nicht angezeigt würden. Mehr als die Hälfte der Fälle (54 Prozent) entfielen auf Online-Shopping, 770 Fälle auf kinder- oder jugendpornografische Schriften und 1.056 Fälle auf Bedrohung oder Stalking. Die Aufklärungsquote haben im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre 72,9 Prozent betragen.

Um Cyberkriminalität weiterhin erfolgreich zu bekämpfen »muss man hart am Wind segeln«, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD). Dafür seien Fachleute in der Polizei notwendig. Mehr als 20 Cyberkriminalisten sollen von 2020/21 an die Polizei im Kampf gegen Internetkriminalität unterstützen. Die IT-Spezialisten könnten nach einer zwölfmonatigen Polizeiausbildung gleich als Oberkommissare anfangen.

Seit 2014 würden bereits Informations- und Kommunikations-Forensiker sowie Cyberanalysten eingestellt. Bis 2020 seien für sie rund 90 Planstellen vorgesehen, die allerdings nicht alle besetzt werden könnten. Cyberanalysten seien Polizisten, die unter anderem bei der Sicherung von Beweismitteln im Internet und im Darknet mithelfen und Dateien etwa auf Trojaner untersuchen. IT-Forensiker beteiligten sich auch an Durchsuchungen.

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