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Eleven warnt

Neue Welle von Abmahn-Emails unterwegs

19. März 2012, 15:14 Uhr   |  Ulrike Garlet

Neue Welle von Abmahn-Emails unterwegs

Eine angebliche Münchner Rechtanwaltskanzlei versendet massenhaft Abmahnungen wegen des angeblichen Downloads urheberrechtsgeschützter Dateien, Foto: Eleven

Die Schließung von Megaupload dient Internetbetrügern als Köder für Abmahnungen wegen angeblichen Downloads urheberrechtsgeschützter Dateien. Eine dubiose Anwaltskanzlei versendet gerade massenhaft Abmahnungen, warnt der Berliner Spezialist für Email-Sicherheit, Eleven.

Seit einigen Tagen werden massenhaft Abmahnungen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen versandt. Vor diesem vermutlichen Betrugsversuch warnt jetzt das Research-Team des Security-Spezialisten Eleven. Die E-Mails, so Eleven, stammen von einer angeblichen Münchner Rechtanwaltskanzlei namens Kroner & Kollegen und tragen die Betreffzeile »Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung – Filesharing«. Die Kanzlei gibt, vor eine ganze Reihe namhafter Studios wie Sony BMG, Universal Music sowie Warner Music Group zu vertreten und behauptet, der Empfänger habe urheberrechtsgeschütztes Audio- und Video-Material über die kürzlich geschlossene Filehosting-Plattform Megaupload heruntergeladen. Dafür solle der Nutzer im Rahmen eines Vergleichs 149,95 Euro zahlen. Andernfalls würde die Zahlung von 891,31 Euro fällig, der Gegenstandswert betrüge gar 10.000 Euro.

--- forum[x] ---Das beigefügte Dokument im PDF-Format wirkt auf den ersten Blick seriös und trägt den Briefkopf der vermeintlichen Kanzlei, warnen die Security-Experten von Eleven. Es spreche jedoch einiges dafür, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. So weist das Schreiben inhaltliche und formale Fehler auf: Megaupload wird etwa fälschlich als Filesharing-Plattform und Peer-to-Peer-Netzwerk bezeichnet. Ebenso werden die heruntergeladenen Inhalte nicht benannt und auch auf eine Unterlassungserklärung wird verzichtet. Auch die Drohung, eine Nichtzahlung an die Schufa zu melden, ist nicht zulässig. Darüber hinaus fehlen Pflichtangaben anwaltlicher Schreiben wie Signatur und Angaben zur zuständigen Rechtsanwaltskammer.

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