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Jeder zweite Ex-Mitarbeiter hat noch Zugriff

30. September 2019, 14:39 Uhr   |  Lars Bube

Jeder zweite Ex-Mitarbeiter hat noch Zugriff
© Elnur - AdobeStock

Wenn neue Mitarbeiter kommen oder alte gehen, zeigt sich die Überlastung und Überforderung der IT-Abteilungen in Unternehmen oft besonders deutlich. Das kann schnell teuer und gefährlich werden.

Die wachsende Komplexität und Fülle ihrer Aufgaben macht den IT-Abteilungen vieler Unternehmen zunehmend zu schaffen. Während das Ausmaß der dadurch entstehenden Probleme für die Kollegen aus anderen Abteilungen im normalen Arbeitsalltag oft kaum greifbar ist, zeigt es sich auch ihnen beim On- und Offboardingprozess oft besonders deutlich. Wer beispielsweise neu in einem Unternehmen anfängt, kann sich häufig erstmal genüsslich zurücklehnen und der IT beim Arbeiten zusehen. Das bestätigt jetzt auch eine Umfrage des IT-Dienstleisters Ivanti unter 400 IT-Profis.

Demnach können sich an ihrem ersten Arbeitstag 85 Prozent der neuen Mitarbeiter nicht oder nur eingeschränkt mit ihrer Arbeit beginnen, weil ihnen noch die dafür notwendigen Tools, Rechte oder Einweisungen fehlen. Anders herum betrachtet, stehen also nur 15 Prozent der Neulinge sofort alle benötigten digitalen Arbeitsmittel zur Verfügung. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) der IT-Abteilungen benötigt zwischen zwei und vier Tagen, um diesen Missstand zu beheben, bei über einem Viertel (27 Prozent) nimmt das sogar mehr als eine Woche in Anspruch. Ähnlich unbefriedigend für alle Beteiligten ist die Situation bei internen Positions- und Abteilungswechseln sowie Abschieden bisheriger Kollegen in den Ruhestand oder zu neuen Herausforderungen.

Das macht nicht nur keinen sonderlich guten ersten Eindruck und ist eine Produktivitätsbremse, es zeigt gleichzeitig auch erhebliche Schwächen auf, die im Zweifelsfall gefährlich werden können. »Die Ergebnisse zeigen, dass in vielen IT-Abteilungen Nachholbedarf besteht, wenn es um automatisiertes On- und Offboarding von Mitarbeitern geht. Es wird auch deutlich, dass unkontrollierte Zugriffsrechte ein großes Problem im Umgang mit sensiblen Daten rund um Mitarbeiter und Unternehmen sind«, fasst Bernhard Steiner, Director Technical Presales bei Ivanti, die Ergebnisse zusammen.

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