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Fortinet-Umfrage

IT-Security zählt oft nicht zu den Top-Prioritäten der Firmenleitung

15. November 2017, 11:20 Uhr   |  Daniel Dubsky


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Ziele definieren, Risiken einschätzen

Tommy Grosche, Channel Director Germany bei Fortinet
© Fortinet

Tommy Grosche, Channel Director Germany bei Fortinet

»Security wird auf Board-Ebene oft erst dann diskutiert, wenn etwas passiert ist«, erklärt Tommy Grosche, Channel Director Germany bei Fortinet, im Gespräch mit CRN. Seiner Einschätzung nach wird Security in der Unternehmensführung zu selten als Business-Risiko eingestuft, um das man sich aktiv kümmern muss. »Unternehmen müssen Security strategisch angehen, das heißt: Ziele definieren und Risiken einschätzen. Und notfalls auch bestimmte Risiken in Kauf nehmen. Man muss aber die Entscheidung fällen und darf nicht einfach nur abwarten«, sagt er.

Immerhin 49 Prozent der befragten IT-Entscheider gab an, Security werde auf Geschäftsführer- und Vorstandsebene wichtiger genommen, wenn globale Cyberattacken die Aufmerksamkeit darauf lenken. Weitere 25 Prozent sagten, das Thema rücke in den Fokus, wenn das eigene Unternehmen mit einem Sicherheitsvorfall zu kämpfen hatte. Doch auch personelle Veränderungen im Management (35 Prozent) und stärkerer Druck durch den Gesetzgeber (34 Prozent), etwa mit der EU-Datenschutzgrundverordnung, machen Security zum Thema für das Board. Vielfach gehört Security dort aber auch zum Tagesgeschäft, etwa wenn es im Rahmen laufender Verbesserungen der Sicherheitsinfrastruktur um Security-Investitionen geht (48 Prozent) oder um die Ableitung von Maßnahmen aus Security-Audits (39 Prozent).

Noch wird Security allerdings zu selten als Teil der Gesamtstrategie des Unternehmens betrachtet. Jedoch könnte sich das ändern – quasi durch die Hintertür. Denn für die Cloud interessiert sich das Top-Management durchaus und so rechnen denn 77 Prozent der IT-Entscheider damit, dass Security im Top-Management eine höhere Priorität erhält, weil der Übergang in die Cloud abgesichert werden soll. 74 Prozent gehen auch davon aus, dass Security-Diensten aus der Cloud eine bedeutendere Rolle zukommen wird.

Damit sollte sich dann aber auch die Herangehensweise von Fachhändlern, Systemhäusern und IT-Dienstleistern an ihre Kunden ändern. »Sie müssen ihre Vertriebsstrategien anpassen, damit sie nicht nur mit technischen Argumenten überzeugen, sondern verstärkt in Dialog mit dem obersten Management treten können«, rät Grosche.

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1. IT-Security zählt oft nicht zu den Top-Prioritäten der Firmenleitung
2. Ziele definieren, Risiken einschätzen
3. Zufrieden mit den eigenen Entscheidungen

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