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Shutdown in Kalifornien

Homeoffice für immer

14. Mai 2020, 09:42 Uhr   |  dpa/Martin Fryba

Homeoffice für immer
© Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

Gegen die restriktiven Ausgangssperren in Kalifornien reagieren Firmen sehr unterschiedlich. Während Twitter immer währendes Homeoffice auch nach der Corona-Pandemie in Aussicht stellt, liegen die Nerven bei Tesla-CEO Elon Musk blank.

Twitter wird seinen Mitarbeitern erlauben, auch nach dem Ende der Corona-Krise uneingeschränkt im Homeoffice zu arbeiten. »Wenn unsere Beschäftigten in einer Rolle und Lage sind, die es ihnen erlauben, von Zuhause aus zu arbeiten, und sie für immer damit weitermachen wollen, werden wir das möglich machen«, erklärte der Kurznachrichtendienst. Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass es funktioniert, wenn Menschen an verschiedenen Orten zusammenarbeiteten. Twitter hatte nach jüngsten Angaben zum Ende vergangenen Jahres 4.900 Beschäftigte.


Twitter gehörte zu den ersten Unternehmen, die nach Ausbruch der Corona-Krise die Mitarbeiter zum Arbeiten ins Homeoffice schickten. Die Büros sollen nun mindestens bis September geschlossen bleiben. »Es wird unsere Entscheidung sein, die Büros zu öffnen - und die Mitarbeiter entscheiden, wann und ob sie zurückkehren«, betonte Twitter-Personalchefin Jennifer Christie in einem Blogeintrag am Dienstag. Die meisten Dienstreisen werden bis mindestens September gestrichen und interne Veranstaltungen bis Jahresende abgesagt. Die Twitter-Mitarbeiter könnten nun auch bis zu 1.000 Dollar für ihre Homeoffice-Ausstattung ausgeben, berichtete die Website »Buzzfeed«.


Tesla-CEO Musk: »Verhaftet mich«
Der Dienst Twitter, der unter anderem größere Büroflächen an der Market Street im Herzen von San Francisco hat, geht damit bereits weiter als andere Tech-Firmen. Facebook und Google stellen sich bisher darauf ein, dass viele ihrer Mitarbeiter noch bis Ende des Jahres von Zuhause aus arbeiten werden. Apple plane unterdessen die Rückkehr in die Büros in mehreren Wellen im Juni und Juli, berichtete am Mittwoch der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.


Derweil sorgt Tesla-Gründer Elon Musk mit seiner Ankündigung für Aufsehen, die Produktion im Hauptwerk in Kalifornien trotz behördlicher Schließungsverfügung wieder hochfahren zu wollen.  Er werde selbst am Band stehen und darum bitten, stellvertretend für alle Fabrikarbeiter verhaftet zu werden, sollte die Exekutive vor Ort einschreiten. Die Botschaft verkündete Musk am Montag auf Twitter.


Tesla reichte am Wochenende eine Klage ein gegen die restriktiven Ausgangsbeschränkungen in Kalifornien zum Schutz vor der Corona-Pandemie.
Das Gesundheitsamt im Bezirk Alameda County will ein Hochfahren der Tesla-Produktion erst von kommender Woche an erlauben. Diese Woche seien vorbereitende Maßnahmen dafür erlaubt, teilte die Behörde am Mittwoch mit. In Zusammenarbeit mit der Polizei werde man sicherstellen, dass die Mitarbeiter von Tesla dabei den Sicherheitsabstand und andere Vorgaben einhalten, hieß es. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Xavier Becerra sagte dem US-Sender CNBC, seine Behörde werde »wenn nötig« die Erfüllung von Vorschriften durchsetzen.

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