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Home Office gefährdet IT-Sicherheit

23. März 2020, 13:35 Uhr   |  Iris Leithold, dpa

Home Office gefährdet IT-Sicherheit
© Sergey Nivens | AdobeStock

Hacker versuchen zunehmend, IT-Sicherheitslücken aufgrund der aktuellen Situation auszunutzen. Besonders die Nutzung von Home Office mit Verbindungen über öffentliche Telefon- und Datenleitungen zu Firmenservern gefährdet die IT-Sicherheit, so Experten.

IT-Sicherheitsexperten warnen vor einer zunehmenden Bedrohung durch Hacker in der Corona-Krise. IT-Kriminelle nutzten offenbar die deutlich gestiegene Nutzung von Home Office mit Verbindungen über öffentliche Telefon- und Datenleitungen zu Firmenservern, um die Systeme in Unternehmen und Verwaltungen anzugreifen, warnte Digitalisierungsminister Christian Pegel (SPD) am Sonntag.

So habe sich die Zahl der eingehenden E-Mails auf den Servern der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern binnen einer Woche verdoppelt. Die IT-Sicherheitssysteme würden 95 Prozent davon als Spam oder als potenziell schädlich herausfiltern.

»Der hohe Anteil von Spam und Schad-Mails an der Gesamtzahl von E-Mails ist nichts Ungewöhnliches für unsere IT-Server. Die deutlich gewachsene Zahl von E-Mail-Eingängen lässt uns aber sehr aufmerksam hinsehen«, erklärte der Minister. Es spreche vieles dafür, dass IT-Kriminelle versuchten, Sicherheitslücken aufgrund der aktuellen Situation auszunutzen.

Pegel äußerte die Befürchtung, dass dies nicht nur die Computer des Landes, sondern auch die IT-Systeme vieler Unternehmen betreffe. Er appellierte an die Wirtschaft, auch in der aktuellen Ausnahmesituation die IT-Sicherheit nicht zu vernachlässigen.

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