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»Jackpotting« mit Schadsoftware

Geldautomaten-Betrüger vor Gericht

06. Mai 2020, 07:00 Uhr   |  Anne Baum, dpa | Kommentar(e)

Geldautomaten-Betrüger vor Gericht
© VRD - Fotolia

Eine Betrügerbande hat mehrere Geldautomaten im Kreis Hannover über den USB-Port mit Schadsoftware manipuliert und geplündert. Jetzt steht sie vor Gericht.

Eine Betrügerbande steht seit Montag vor Gericht, weil sie mit Schadsoftware rund 660.000 Euro von dutzenden Geldautomaten in Barsinghausen (Region Hannover) und anderen Städten erbeutet haben soll. Sieben Monate nach der Festnahme des mutmaßlichen Chefs begann vor dem Berliner Landgericht der Prozess gegen den 39-Jährigen und drei weitere Männer begonnen. Für die Mitangeklagten im Alter von 36, 26 und 52 Jahren kündigten die Verteidiger nach Verlesung der Anklage Aussagen an. (Az.: 534 KLs 5/20)

Die Angeklagten sollen als Mitglieder einer rumänischen Bande agiert haben, die für eine Serie von Angriffen mit der sogenannten »Jackpotting«-Methode ab Oktober 2018 verantwortlich sein soll. Über den USB-Port seien Automaten in Barsinghausen, Berlin und Dortmund mit Schadsoftware manipuliert worden, um die Kontrolle über die Auszahlungsfunktion der Geräte zu übernehmen und diese zu plündern. Um insgesamt 37 Taten des gewerbs- und bandenmäßigen Computerbetrugs geht es im Prozess. In 25 Fällen hätten die Täter Geld erbeutet.

Der 39-Jährige hatte der Staatsanwältin zufolge Automaten ausgekundschaftet, Autos angemietet und Unterkünfte für seine Mittäter organisiert. Seine Wohnung sei Anlaufpunkt der Gruppierung gewesen. Als Techniker soll der 36-jährige Angeklagte die Manipulation vorgenommen haben. Andere Komplizen seien als Fahrer beteiligt gewesen oder hätten die Taten abgesichert.

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