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Projekt »FastPhoton«

Forschung zum sicheren Austausch sensibler Daten

14. Januar 2020, 12:44 Uhr   |  Andreas Hummel, dpa

Forschung zum sicheren Austausch sensibler Daten
© Fotony76 - AdobeStock

Forscher in Jena arbeiten an einer neuen Verschlüsselungstechnik für den Austausch von sensiblen Daten. Hierfür experimentieren sie mit Lichtteilchen (Photonen). Die Methode ist neu und unterscheidet sich von bisher eingesetzten Techniken. Konkrete Anwendungen lassen aber noch auf sich warten.

Wissenschaftler aus Jena und Ilmenau wollen den Austausch sensibler Daten etwa beim Onlinebanking oder Bezahlen an der Ladenkasse sicherer machen. Für das »FastPhoton« genannte Projekt stellt die Thüringer Aufbaubank 650.000 Euro bereit, wie die Universität Jena am Montag mitteilte. An dem Vorhaben sind auch die Technischen Universität Ilmenau und das Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena beteiligt.

Bisher basierten die eingesetzten Verschlüsselungstechniken beim Übertragen sensibler Daten auf mathematischen Prinzipien, hieß es. Die Forscher bauen dagegen auf rein physikalische Alternativen mit einzelnen Lichtteilchen, sogenannten Photonen. »Sicherheitstechnisch bedeutet das eine enorme qualitative Verbesserung«, erläuterte Falk Eilenberger von der Universität Jena. »Denn ein Photon lässt sich nur genau einmal vermessen und ist somit nur für genau einen Empfänger lesbar – ein Zugriff von außen wäre nicht möglich beziehungsweise bliebe nicht unentdeckt. Sogar der Betreiber der Infrastruktur kann keine Daten herausziehen.«

Während die Prinzipien dafür bereits bekannt seien, gehe es nun um konkrete Entwicklung entsprechender Systeme zur Anwendung. Die Experten gehen davon aus, dass es einige Jahre dauern werde, bis auf diese Art und Weise Informationen im Alltag ausgetauscht werden.

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