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Umfrage zeigt

Entscheider haben Angst um die E-Mail-Sicherheit

07. Dezember 2011, 10:35 Uhr   |  Elke von Rekowski | Kommentar(e)

Entscheider haben Angst um die E-Mail-Sicherheit

Teaserbild: Thomas Jansa - Fotolia.com, Grafik: Eleven

Das Spam-Aufkommen steigt und steigt. Diesen Anstieg empfinden deutsche Unternehmen als die größte Bedrohung der IT- und E-Mail-Sicherheit in den letzten zehn Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter deutschen IT-Entscheidern.

Durchgeführt wurde die Umfrage vom Sicherheitsunternehmen Eleven anlässlich seines zehnjährigen Bestehens. 35,6 Prozent der Befragten halten das Spam-Wachstum für den gefährlichsten Trend der vergangenen Jahre. Auf Platz zwei folgt Phishing (33,7 Prozent). Botnets, die heute für über 90 Prozent des weltweiten Spam-Aufkommens verantwortlich sind, haben 16,3 Prozent als die gefährlichste Bedrohung benannt.

Die Umfrage zeigt außerdem, dass deutsche Unternehmen der weiteren Entwicklung in den Bereichen Spam und Malware eher pessimistisch entgegensehen. 61,5 Prozent der befragten IT-Entscheider sind davon überzeugt, dass die Bedrohung via E-Mail in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Nur ein Prozent der Befragten rechnet mit einer abnehmenden Bedrohung. Die größte Gefahr, so sind 36,5 Prozent der Unternehmen überzeugt, liegt in der wachsenden Bedeutung sozialer Netzwerke und Kommunikationsplattformen als Verbreitungsweg für Spam und Malware. Sorgen machen sich die Befragten zudem über den Diebstahl wichtiger Unternehmensdaten durch Hackerangriffe, Phishing-Kampagnen oder spezialisierte Malware (28,8 Prozent). In der Zunahme zielgerichteter Attacken per E-Mail sehen 25 Prozent der Befragten eine große Gefahr. Eine solche Attacke ist zum Beispiel das so genannte Spear Phishing, bei dem Empfänger gezielt und oft mit persönlicher Ansprache zur Herausgabe wichtiger Daten verleitet werden sollen.

35,6 Prozent der Befragten erwarten einen erneuten Anstieg des Spam-Aufkommens. Zudem befürchten die Unternehmen, dass diese E-Mails immer professioneller daherkommen und dass sie bald kaum noch von legitimen E-Mails unterschieden werden können (76,9 Prozent). Denn dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Anwender den Versendern der Botschaften ins Netz gehen und auf den Betrug hereinfallen. Nicht zuletzt bereitet auch die verstärkte Nutzung von Spam-Kampagnen zur zusätzlichen Verbreitung von Malware den über der Hälfte der Entscheider Sorgen.

»Bereits 2001, als nur sehr wenige das Spam-Problem ernstnahmen, haben wir darin die größte Bedrohung der E-Mail-Kommunikation für die folgenden Jahre gesehen«, sagt Robert Rothe, Gründer und Geschäftsführer von Eleven. Die Umfrage zeigt jedoch, dass die Arbeit des Spezialisten für E-Mail-Sicherheit noch lange nicht getan sei. »Der Schutz der E-Mail-Kommunikation ist künftig mindestens so wichtig ist wie heute«, ist Rothe überzeugt.

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