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Das sind die Gewinner- und Verlierer im Security-Markt

01. März 2012, 15:15 Uhr   |  Ulrike Garlet

Das sind die Gewinner- und Verlierer im Security-Markt

Im AV-Markt tobt ein Verdrängungswettbewerb - vor allem auf Kosten von Symantec, Foto: kabliczech/Fotolia

Kasperksy bringt den Markt für Antiviren-Software durcheinander. Dem Informationsanbieter ama zufolge konnte der russische Security-Hersteller zuletzt einen Zuwachs von 17,7 Prozent in Relation zum installierten Bestand verzeichnen. Eindeutiger Verlierer der ITK-Wanderungsanalyse von ama ist der Security-Riese Symantec, der 20,1 Prozent weniger Installationen zu verzeichnen hat.

Obwohl das Geschäft mit Security-Lösungen schneller wächst als der komplette IT-Markt, legt der AV-Bereich aktuell nur noch leicht zu. Im Geschäft mit Antiviren-Software tobt dementsprechend ein heftiger Preiskampf, der über immer umfangreichere kostenfreie Angebote, neue Funktionen und ständige Berichte über neue Bedrohungen ausgefochten wird.

Neue Herausforderungen werden diesem Security-Segment vor allem die Themen Cloud Computing, Bring-Your-own Device und Mobility bescheren. Außerdem müssen sich die Anbieter mit dem relativ neuen Konzept Security-as-a-Service auseinandersetzen, das sich langsam aber sicher vor allem im AV-Sektor durchsetzt.

Um die Anbietersituation im deutschen AV-Markt darzustellen, hat der auf die Ermittlung von ITK-Strukturen spezialisierte Informationsanbieter ama zwischen März und November 2011 über 5.900 Telefoninterviews mit ITK-Entscheidern in Unternehmen und Behörden mit mehr als 50 Beschäftigen geführt. Die Befragten gaben dabei Auskunft über Produktwechsel, die sie in den letzten anderthalb Jahren bei AV-Lösungen vollzogen haben. Demnach wurden bei einer installierten Basis von 6.252 Antivirus-Lösungen insgesamt 1.047 Produkt- und Herstellerwechsel festgestellt.

Laut ama-Analyse findet im AV-Markt allerdings eine zunehmende Konzentration statt: 80 Prozent der gezählten Installationen entfallen auf die sechs größten Hersteller Trend Micro, McAfee, Symantec, Kaspersky, Avira und Sophos. Dabei verlieren die kleineren Anbieter weitere Installationen. Wie die Marktforscher aus Waghäusel herausgefunden haben, sinkt ihr Anteil um fünf Prozent.

Ama fragt in regelmäßigen Abständen telefonisch bei ITK-Entscheidern nach Veränderungen in ihrem Portfolio und kann somit Marktanteile im deutschen ITK-Markt ermitteln, die auf regelmäßigen Befragungen basieren. Somit kann ama Wechselbewegungen zwischen den Produkten verschiedener Hersteller ebenso nachvollziehen wie die Anzahl installierter Anlagen nach Betriebsgrößen, Branchen und Bundesland ermitteln.

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1. Das sind die Gewinner- und Verlierer im Security-Markt
2. Kaspersky auf der Überholspur
3. Symantec verliert Installationen
4. Solides Ergebnis für Trend Micro
5. Unsichere Zukunft für McAfee
6. Avira: Groß bei den Kleinen
7. Zuwachs bei Sophos

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