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CIH-Malware

Chernobyl-Virus aus den 90ern wieder aufgetaucht

29. August 2011, 14:09 Uhr   |  Ulrike Garlet | Kommentar(e)

Alt altbekannter Computrervirus aus den 90er Jahren ist wieder aufgetaucht. Der rumänische Sicherheitsspezialist Bitdefender hat jetzt die berüchtigte Hardware-schädigende CIH-Malware, auch bekannt als Chernobyl-Virus, wieder entdeckt.

Totgesagte leben länger: Das alte Sprichwort scheint sogar auf Viren und Trojaner zuzutreffen. Der Virenschutzexperte Bitdefender jedenfalls hat kürzlich den CIH-Virus, den in den 90er Jahren Aufsehen erregte, auf einem Microsoft ftp-Server entdeckt. Die berühmt berüchtigte Malware – auch bekannt als Chernobyl-Virus – befiel vor allem gegen Ende des letzten Jahrtausends Rechner auf der ganzen Welt. Bekannt wurde der Schädling dadurch, dass er als einer der ersten auch Hardware-Defekte hervorrief.

CIH gehört neben dem ILOVEYOU- und Melissa-Wurm zu den Malware-Klassikern. Benannt ist der Infektor nach seinem Schöpfer, dem Taiwaner Chen Ing Hau. Besonders gefährlich macht ihn die Tatsache, dass er .exe-Dateien unter Windows 95, Windows 98 und Windows ME befällt und komplette Inhalte der Festplatten überschreibt. Anschließend überschreibt er auch das BIOS des Rechners, woraufhin der kompromittierte PC nicht mehr startet. Eigentlich galt der Schädling bereits als »ausgestorben«.

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