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Ausbau der neuen 5G-Mobilfunknetze

Bundesregierung sieht 5G durch staatlich unterstützte Hacker bedroht

21. August 2019, 11:20 Uhr   |  Stephanie Jarnig

Bundesregierung sieht 5G durch staatlich unterstützte Hacker bedroht
© valerybrozhinsky - AdobeStock

Auf dem Portal netzpolitik.org heißt es, von Staaten gesteuerte Angreifer seien eine größere Bedrohung für die neuen 5G-Mobilfunknetze als organisierte Banden, einzelne Hacker oder versehentliche Systemausfälle.

Die EU-Kommission erstellt derzeit eine Risikobewertung für die Sicherheit der 5G-Netze in Europa und hat dazu die jeweiligen Einschätzungen der Mitgliedstaaten abgefragt. In der EU wird vor allem diskutiert, ob die Beteiligung des chinesischen Konzerns Huawei beim Aufbau des 5G-Netzes ein besonderes Risiko darstellt.

Huawei gehört zu den führenden Anbietern der 5G-Mobilfunktechnik, die unter anderem deutlich schnellere Datenübertragungsraten bringen soll. In den USA und auch in Deutschland sind die Chinesen aber zuletzt wegen Sicherheitsbedenken rund um Datennetzwerke unter Druck geraten. Die USA werfen Huawei vor, Spionage-Hintertüren in Produkte einzubauen und eng mit dem chinesischen Staat zusammenzuarbeiten. Einen konkreten Nachweis von Sicherheitslücken ist die US-Regierung bislang aber schuldig geblieben.

Das Papier der Bundesregierung listet sechs wesentliche Risikoszenarien auf. Ein Szenario könnte sich auf Huawei beziehen, allerdings wird der Firmenname nicht genannt. »Datenspionage, die eingeleitet wird von Nationalstaaten oder staatlich unterstützten Akteuren und die auf rechtlichen Verpflichtungen für Hersteller oder nicht dokumentierten Funktionen beruht«, hießt es dort. Die Passage könnte sich aber auch auf den amerikanischen Huawei-Wettbewerber Cisco beziehen. An anderer Stelle wird insbesondere von der Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller gewarnt.

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