Security-as-a-Service: Proofpoint sucht SMB-Partner

Nach der Übernahme von Maildistiller drängt der Security-Spezialist Proofpoint ins Geschäft mit mittelständischen Kunden. Dafür baut sich der amerikanische Hersteller in Deutschland gerade einen passenden Channel auf.

Michael Scheffler, Regional Sales Director DACH bei Proofpoint

Der Security-Spezialist Proofpoint, traditionell vor allem im Enterprise-Geschäft gut aufgestellt, rückt das Geschäft mit mittelständischen Kunden stärker in den Fokus. Im europäischen Markt ist der amerikanische Hersteller seit gut zwei Jahren aktiv. Den Aufbau des Geschäfts im deutschsprachigen Raum verantwortet Michael Scheffler als Regional Sales Director DACH. »Für uns heißt das in erster Linie den Channelausbau voranzutreiben«, sagt Scheffler im CRN-Gespräch.

Nachdem der Mittelstand in Deutschland traditionell eine größere Rolle spielt als im amerikanischen Heimatmarkt von Proofpoint, kämpfte der Hersteller hierzulande bislang oft damit, dass die Lösungen für SMB-Firmen überdimensioniert waren. »Wir hatten viele Funktionen an Bord, die mittelständische Unternehmen nicht bezahlen können«, weiß auch Scheffler.

Nach der Übernahme des Spezialisten für SaaS-E-Mail-Sicherheitslösungen, Maildistiller, bietet Proofpoint nun mit »Proofpoint Essentials« eine Sicherheits- und Compliance-Lösung auf Cloud-Basis an, die vor allem auf die Anforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen ausgerichtet ist. »Mit Proofpoint Essentials richten wir uns jetzt gezielt an den Mittelstand und an Partner, die im SMB-Umfeld aktiv sind«, sagt Michael Scheffler.

Bislang zählt Proofpoint in Deutschland zwölf Partner, insbesondere Systemintegratoren und große Security-Systemhäuser wie Integralis, Profi AG und SoftwareONE – die allerdings zumeist auch selbst eher im Großkundengeschäft aktiv sind. »Es ist jetzt für uns die große Herausforderung, Partner zu gewinnen, die im Mittelstand gut aufgestellt sind«, so Scheffler. Im Laufe des Jahres möchte Proofpoint 15 bis 20 Mittelstandspartner gewinnen, im kommenden Jahr soll der Channel auf 50 bis 60 Partner anwachsen.