Cybercrime-Trends: »Brandjacking«: Internet-Kriminelle nutzen Popularität prominenter Marken

Im Fahrwasser von beliebten Online-Auktionshäusern, Internet-Bezahldiensten oder Internet-Händlern segeln immer mehr Cyberkriminelle. Nach Angaben der Markenschutz-Firma Markmonitor erfreut sich vor allem das Cyber-Squatting, also das Umlenken von Usern auf gefälschte Sites, wachsender Beliebtheit.

Wie Markmonitor in seinem Report »Bandjacking Index« schreibt, sind 80 Prozent der Internet-Seiten, die bereits 2007 für Markenmissbrauch eingesetzt wurden, auch heute noch aktiv. Die Angriffe werden nach Angaben der Firma in diesem Jahr zunehmen, und zwar in Bezug auf die internationale Verbreitung als auch hinsichtlich ihrer Komplexität.

Im vergangenen Jahr Cybersquatting um 18 Prozent zu. Alleine im letzten Quartal 2008 registrierte Markmonitor rund 441.000 Fälle. »Brandjacker« lotsen Internet-Nutzer auf illegale oder nicht autorisierte Internet-Seiten von bekannten Anbietern. Ein Beispiel haben wir in folgendem Beitrag beschrieben.

Weitere Angriffsformen: False Association (Platz 2) und der Pay-per-Click-Missbrauch (Platz 3). Bei False Association . Bei Pay-per-Click profitieren Kriminelle davon, dass Firmen, die Online-Anzeigen schalten, pro Klick auf ihre Anzeige bezahlen.

Alle Branchen betroffen

Von Brandjacking betroffen sind so gut wie alle Branchen, von der Automobilindustrie über Kleidung bis hin zu Medien und Nahrungsmittelherstellern. In allen Bereich gab es im vergangenen Jahr einen Anstieg der Missbrauchsfälle im zweistelligen Prozentbereich.

Unter den Ländern, die als Gastgeber von betrügerischen Web-Seiten auftreten, liegt Deutschland mit 9 Prozent auf Platz zwei. Den ersten Rang nehmen mit 68 Prozent die USA ein, den dritten Platz teilen sich mit jeweils 4 Prozent Großbritannien und Kanada.

Auch was Phishing-Web-Sites betrifft, haben die USA mit 36 Prozent die Nase vorn, gefolgt von Russland, Südkorea und Frankreich (jeweils 6 Prozent). Deutschland rangiert mit 4 Prozent auf Rang 5.