Sommerpause vorbei: Emotet meldet sich »mit einem Knall« zurück

Nachdem es in den vergangenen Wochen etwas ruhiger um »Emotet« war, nehmen die Aktivitäten der Malware laut G Data nun wieder zu.

(Foto: Denys Rudy - AdobeStock)

Wie schon über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel nahm sich Emotet auch in den Sommermonaten eine kleine Auszeit. Nun melde sich die Malware jedoch »mit einem Knall aus der Sommerpause zurück«, heißt es bei G Data. Ende August hätten die Aktivitäten bei den Kontrollservern wieder zugenommen – zunächst ohne erkennbare Schäden, doch nachdem die Stadtverwaltung von Neustadt am Rübenberge von der Malware lahmgelegt wurde, ist man sicher, »dass eine neue Welle von Emotet-Angriffen auf Unternehmen und öffentliche Verwaltungen zurollt«.

Eigentlich existiert Emotet bereits seit 2014. Der einstige Banking-Trojaner wurde mit der Zeit immer weiter entwickelt und kann mittlerweile nicht nur die verschiedensten Schadprogramme einschleusen, sondern sich auch immer besser tarnen. Bereits im Januar wurde die Malware daher von G Data als »Allzweckwaffe des Cybercrime« bezeichnet. »Nach wie vor ändert sich das Aussehen der Malware in sehr kurzen Abständen«, warnt Karsten Hahn, Virus Analyst bei G Data. »Eine leistungsfähige Endpoint-Protection mit Next-Generation-Schutz ist daher überlebenswichtig. Auch sollten Unternehmen unbedingt aktuelle Sicherheits-Patches einspielen, um bestehende Lücken zu schließen.«

In welch vielfältigen Erscheinungsformen Emotet auftaucht, zeigt schon daran, dass die Sicherheitsexperten allein im ersten Halbjahr 2019 über 30.000 Varianten entdeckten – mehr als die 28.000 Versionen des gesamten vergangenen Jahres.