Watchguard verstärkt Engagement für MSPs: »Managed Services bedeuten nicht, 24/7 erreichbar zu sein«

Mit servicetauglichen Produkten und der »Watchguard Cloud« will Watchguard seinen Partnern das MSP-Business erleichtern. Gerade kleine Systemhäuser könnten sich oft nur schwer vom Hardware-Verkauf lösen und hätten falsche Vorstellungen vom Geschäft mit Managed Services, hat der Hersteller festgestellt.

Bessere Spezialisierungsmöglichkeiten

Vielmehr achtet Watchguard schon lange darauf, dass sich neue Lösungen im Portfolio gut für Managed Services eignen. So auch bei der im vergangenen Jahr gestarteten Multifaktor-Authentifizierung »AuthPoint«, die Haas als guten Einstieg ins MSP-Business sieht, weil es sich um einen Cloud-Service handelt und keine Hardware benötigt wird. Zudem steigt die Nachfrage nach Multifaktor-Authentifizierung derzeit schnell, weil viele Unternehmen ihre Zugänge besser absichern wollen. Die Einführung ist in der Regel nicht besonders komplex, weil als zweiter Faktor das Smartphone genutzt werden kann, auch wenn die Lösung seit kurzem auch Tokens unterstützt.

Weil durch AuthPoint neue Partner zum Hersteller kommen, hat dieser sein Partnerprogramm vor einigen Wochen überarbeitet. Eine Zertifizierung für Netzwerksicherheit ist nicht mehr die Grundvoraussetzung für eine Zusammenarbeit. Partner können sich nun auf einzelne Bereiche des Watchguard-Portfolios – Netzwerksicherheit, WLAN oder Multifaktor-Authentifizierung –spezialisieren. Zudem müssen weniger Mitarbeiter als bisher zertifiziert werden: in der Silber-Stufe nur noch einer statt zwei und in der Gold-Stufe zwei statt vier. »Wir kennen die Ressourcenprobleme unserer Partner und die Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden«, erklärt Haas die Änderung, will sie aber nicht als eine Reduzierung von Know-how auf Partnerseite verstanden wissen. »Eher im Gegenteil, denn wir haben die technischen Tests sogar etwas verschärft und sind auch bei den Sales-Zertifizierungen konsequenter.«

Managed Services sind lokales Geschäft

Auf Umsatzhürden wird im Partnerprogramm von Watchguard weiterhin verzichtet – es gehe um Wissen, sagt Haas. Viele Gold-Partner seien sehr klein, hätten nur eine Handvoll Mitarbeiter, aber jede Menge Know-how – das allein mache sie zu guten Partnern und nicht ein bestimmter Umsatz.

Auf diese Weise fühlen sich auch viele regional aufgestellte Systemhäuser wohl bei Watchguard. Was nach Einschätzung des Managers auch mit Blick auf das wichtiger werdende Managed-Service-Geschäft von Bedeutung ist. Weil Kunden etwa Beratung brauchen oder individuelle Anpassungen benötigen, »ist auch bei Managed Services eine gewisse lokale Nähe notwendig«, ist Haas überzeugt.

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Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Ludwig Storch , 12:10 Uhr

…»Managed Services bedeuten aber nicht, 24/7 erreichbar zu sein«….

Es kann aber sehr sinnvoll sein den Kunden da abzuholen, wo er gerade ist.

Das gelingt z.B. mit echten Serviceplattformen wie unserer Lösung "FelixPlan".

Durch die Integration zum Kunden werden ihm viele Wege eröffnet sein Anliegen, seine Bestellungen oder seine Wünsche zu äußern, dann wenn er sein Zeitfenster dafür hat.

Das entlastet den Support und führt zu echtem Servicegewinn im Managed Service.