Softshell Vendor Report 2019: Der Security-Markt wird (noch) unübersichtlicher

Fast 2.000 Security-Anbieter gibt es mittlerweile weltweit, von denen gut ein Viertel auch in Deutschland aktiv ist. Für Kunden und Channel eine kaum noch zu überblickende Anzahl. Vor allem das Angebot an Security-Services wächst schnell.

(Foto: Jamrooferpix - Fotolia)

Das Security-Business boomt, entsprechend hart umkämpft ist der Markt. Viele Anbieter werden übernommen oder müssen die Segel streichen und den Betrieb einstellen – immerhin zehn Prozent der Hersteller, die der VAD Softshell in seinem letztjährigen »Vendor Report« gelistet hatte, gibt es mittlerweile nicht mehr. Dennoch ist die Zahl der Hersteller im »Softshell Vendor Report 2019« noch einmal um 13 Prozent auf 1.945 angewachsen – ein deutliches Indiz, dass die Branche hoch attraktiv ist und daher weiter viele neue Anbieter hervorbringt. Allerdings beginne sich das Wachstum abzuflachen, konstatiert Gerald Hahn, Vorstandsvorsitzender des VADs.

Für Kunden und Channel mag das ein schwacher Trost sein, finden sie sich doch zunehmend schwerer zurecht in der Schwemme an Herstellern, Produkten und Services. Mehr denn je sind sie auf die Unterstützung ihrer Distributoren angewiesen, die Lösungen evaluieren und empfehlen sowie beim notwendigen Wissensaufbau und in Projekten unterstützen können. Für Orientierung will dementsprechend auch Softshell mit seiner jährlichen Auswertung helfen, in der man für jeden Hersteller einen Score errechnet, in den etwa das Vorhandensein deutschsprachiger Produktinformationen und lokaler Mitarbeiter in der DACH-Region einfließen.

Wenig engagierter Eintritt in den DACH-Markt

Immerhin zwölf Prozent der Security-Hersteller haben ihre Zentrale in Deutschland, Österreich und der Schweiz, weitere 14 Prozent besitzen zumindest eine Niederlassung im deutschsprachigen Raum. Damit sind auch hierzulande rund 500 Anbieter unterwegs und damit deutlich mehr als noch im vorigen Jahr. Allerdings schränkt Hahn ein, wirklich »ernsthaft aktiv« seien nur 200. »Die Zahl der Glücksritter, die ein neues Produkt einfach mal auf den deutschen Markt werfen, aber sonst keine Ambitionen an den Tag legen, ist gleichbleibend hoch«, erklärt er. Die seien aber meist genauso schnell wieder aus der DACH-Region verschwunden, wie sie aufgetaucht sind.

Die Absicht, verbindlich im deutschsprachigen Markt aktiv zu werden, ist Softshell zufolge meist leicht zu erkennen. Wer eine Gesellschaft nach deutschem Recht gründe, eine aktuelle Webseite in deutscher Sprache pflege und Support in deutscher Sprache aus der DACH-Region heraus anbiete, zeige Engagement und habe gute Erfolgschancen.

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