Softshell Vendor Report 2019: Der Security-Markt wird (noch) unübersichtlicher

Fast 2.000 Security-Anbieter gibt es mittlerweile weltweit, von denen gut ein Viertel auch in Deutschland aktiv ist. Für Kunden und Channel eine kaum noch zu überblickende Anzahl. Vor allem das Angebot an Security-Services wächst schnell.

Massives Wachstum bei Security-as-a-Service

Zu den Wachstumsthemen im Security-Markt zählen IoT und IIoT, für die bereits 15 Prozent der Hersteller Lösungen anbieten. Auch Anbieter, die auf künstliche Intelligenz und Machine Learning setzen, befinden sich auf dem Vormarsch – auch wenn der Trend laut Softshell in Deutschland noch verhalten ist. Überstrahlt wird dies alles aber vom Boom bei Security-Services, genauer: Security-as-a-Service. 37 Prozent der Security-Hersteller bietet inzwischen solche Dienste an, weshalb Softshell ihnen in diesem Jahr erstmals einen eigenen Report gewidmet hat. Zwei Drittel dieser Anbieter besitzt kein klassisches Geschäft mit Hardware oder Software mehr. »Spannend zu sehen ist, dass manche Technologie-Kategorien erst boomen, seit sie als Service verfügbar sind«, sagt Hahn und nennt Vulnerability-Management als Beispiel.

Das wachsende Service-Angebot entsteht, weil viele Kunden einzelne Security-Themen auslagern möchten – manch einer will sich auch um gar nichts mehr kümmern. Das eröffnet auch dem Channel gute Chancen für Managed Services, birgt allerdings auch Risiken, weil manche Dienste vom Kunden direkt beim Hersteller bezogen werden können. Der Channel werde hier »zunehmend obsolet«, hatte Hahn bereits im vergangenen Jahr in CRN analysiert und ein Szenario prognostiziert, in dem Kunden ihre Security-Dienste über ihren TK-Anbieter mitbeziehen oder gar zusammen mit Strom und Wasser vom lokalen Versorger.

Übersicht