Zu viele und zu alte Sicherheitslösungen: Führungskräfte haben wenig Vertrauen in eigene Cybersecurity

Die wenigsten Führungskräfte sind von den IT-Sicherheitsmaßnahmen in ihrer Firma überzeugt. Der Rest hat Zweifel – weil ein Wildwuchs an Produkten eingesetzt wird, die oft nicht besonders aktuell sind.

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Nur ein Viertel der europäischen Führungskräfte ist laut einer Untersuchung von Forrester im Auftrag von VMware von der Cybersecurity in ihrem Unternehmen überzeugt. Dass die Mehrzahl an den Sicherheitsmaßnahmen zweifelt, hat verschiedene Gründe: So halten drei Viertel (76 Prozent) die eingesetzten Security-Lösungen für veraltet, 29 Prozent beklagen einen regelrechten Wildwuchs mit 26 oder mehr verschiedenen Produkten und nur 21 Prozent beurteilen ihr C-Level-Management als kooperativ.

Dadurch dauert es dann auch bei fast einem Drittel (31 Prozent) der Befragten bis zu einer Woche, bis Sicherheitsprobleme gelöst sind. Auch die Investitionen in neue, moderne Tools bleiben vielfach auf der Strecke: In lediglich 42 Prozent der Unternehmen wurden im vergangenen Jahr neue Lösungen erworben – in Deutschland waren es sogar nur 32 Prozent. Hier halten allerdings auch nur 67 Prozent der Befragten die eingesetzten Lösungen für veraltet.

Bei den neuen Lösungen, die angeschafft werden sollten, geht es den meisten Führungskräften (54 Prozent) um solche, die sich der Erkennung und Untersuchung von Angriffen widmen – also nicht klassische Protection-Lösungen. »Die moderne IT-Sicherheit erfordert eine Investitionsverschiebung weg von dem Versuch, Verstöße um jeden Preis zu verhindern, und hin zum Aufbau einer holistischen inneren Sicherheit«, erklärt denn auch Armin Müller, Vice President und Country Manager VMware Deutschland. »Verstöße sind unvermeidlich, aber es kommt darauf an, wie schnell und effektiv man gegen diese Bedrohungen vorgeht.«