Paradigma-Wechsel in der Security-Branche: F-Secure wächst mit Detection- and Response-Lösungen

In den vergangenen Jahren hat sich F-Secure deutlich gewandelt. Aus dem klassischen AV-Anbieter wurde ein Hersteller fortschrittlicher Endpoint-Protection-Lösungen, der ein starkes Consulting- und Services-Geschäft hat.

F-Secure CEO Samu Konttinen auf einer Veranstaltung in München
(Foto: CRN)

Der finnische Sicherheitsspezialist F-Secure kann auf einige erfolgreiche Jahre zurückblicken. Nach Umsatzrückgängen 2013 und 2014 kehrte er in die Erfolgsspur zurück und wächst seitdem schnell – schneller als der Security-Markt. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um 12 Prozent auf 169,7 Millionen Euro; im ersten Quartal 2019 lag das Plus sogar bei 24 Prozent, wie CEO Samu Konttinen kürzlich stolz auf einer Veranstaltung in München berichtete.

Verantwortlich für den Höhenflug ist vor allem das Geschäft mit Unternehmenskunden. Denn während das Consumer-Business in den letzten Jahren mehr oder weniger stagnierte, gab es im Corporate-Segment einen massiven Aufschwung. Im Q1 dieses Jahres legte es um stattliche 54 Prozent zu. Natürlich profitierte F-Secure hier auch von den Diskussionen um den russischen Konkurrenten Kaspersky. »Wir haben da sicher unseren Anteil von abbekommen«, sagt Konttinen, sieht die Hauptursachen für den Erfolg aber in der strategischen Ausweitung der Geschäftsfelder.

Zum einen hat der Sicherheitsspezialist ein Consulting-Geschäft aufgebaut. Etwa 250 der mittlerweile 1.700 Mitarbeiter sind Consultants und unterstützen Kunden vor Ort. Zum anderen wurden neue Produkte und Services entwickelt, etwa ein Schwachstellenmanagement, eine Endpoint-Security aus der Cloud und ein EDR-Angebot (Endpoint Detection and Response). F-Secure sei nicht länger die klassische Software-Company, betont Konttinen.

Das Portfolio abseits der traditionellen AV-Lösungen steuert bereits mehr als 50 Prozent zum Umsatz der Finnen bei. Speziell der EDR-Service erfreut sich großer Zuwächse, nachdem Endpoint Detection and Response im vergangenen Jahr auf die Agenda vieler Unternehmen gerückt ist. Konttinen spricht von einem »Paradigma-Wechsel«, weil viele Firmen eingesehen hätten, dass sie erfolgreich attackiert werden können. Es käme daher zunehmend darauf an herauszubekommen, wann, wo und wie das geschehen sei.

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