TK-Anbieter auf dem Weg zum Sicherheitsspezialisten: Orange übernimmt Securelink

Der französische TK-Anbieter Orange verstärkt sich im Security-Bereich und übernimmt Securelink für eine halbe Milliarde Euro.

(Foto: sdecoret - Fotolia)

Für 515 Millionen Euro kauft Orange den Sicherheitsspezialisten Securelink. Der ist mit 660 Mitarbeitern an 14 Standorten sowie über 2.100 Kunden und einem Jahresumsatz von 248 Millionen Euro eines der größten auf IT-Security spezialisierten Systemhäuser in Europa. Mit der Übernahme will Orange, das erst im Januar mit Securedata einen anderen Security-Anbieter akquiriert hatte, zu einem der Marktführer für IT-Sicherheit in Europa werden.

Um im Security-Markt erfolgreich zu sein, brauche man eine gewisse Größe, um globale Bedrohungen abwehren zu können, sowie Kundennähe, da die meisten Unternehmen ihre IT vertrauenswürdigen lokalen Partnern anvertrauen wollten, erklärt Hugues Foulon, Executive Director für Cybersecurity bei Orange. »Mit der Übernahme von Securedata und Securelink hat Orange diese Größe ebenso wie lokale Teams in allen wichtigen europäischen Märkten.«

Orange, das vor allem in Frankreich, Benelux, Spanien und einigen osteuropäischen Ländern gut aufgestellt ist, bekommt mit den beiden Übernahmen eine Präsenz unter anderem in Deutschland, Großbritannien und Skandinavien hinzu. Man erreiche nun 75 Prozent des europäischen Marktes für IT-Sicherheit, so der französische TK-Anbieter, dessen Security-Business nun etwa 1.800 Mitarbeiter umfasst und einen Jahresumsatz von mehr als 600 Millionen Euro erwirtschaften dürfte.

Die Securelink-Übernahme soll Ende des zweiten, Anfang des dritten Quartals 2019 abgeschlossen werden. Das Management des Systemhauses wird ins Führungsteam von Orange integriert. Er freue sich, gemeinsam einen paneuropäischen Marktführer für Cybersecurity aufzubauen, so Securelink-CEO Thomas Fetten. »Orange Cyberdefense, Securedata und Securelink ergänzen sich in hohem Maße und teilen gleichzeitig eine gemeinsame Vision für diesen Marktsektor. In Kombination können wir unseren Kunden, Partnern und Angestellten aus dieser hervorragenden Position heraus deutlich mehr bieten.«