Transparenzinitiative: Kaspersky eröffnet zweites Transparenzzentrum in Madrid

Nachdem im vergangenen Jahr bereits ein Transparenzzentrum in Zürich eröffnet wurde, folgt nun eines in Madrid. Zudem beauftragt Kaspersky unabhängige Experten, um zu bestätigen, dass man hohe Sicherheitsstandards erfüllt und nicht russischen Gesetzen zur Datenverarbeitung unterliegt.

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Kaspersky hat in Madrid ein Transparenzzentrum eröffnet. Dort sollen Kunden und Regierungsvertreter wie schon seit November des vergangenen Jahres in Zürich den Quellcode der Kaspersky-Produkte prüfen können. Darüber hinaus dient die neue Einrichtung auch als Briefing Center, in dem sich Gäste ganz allgemein über die Technologien, Produkte und Datenverarbeitungsmethoden des russischen Herstellers informieren können.

Das neue Transparenzzentrum ist Teil der Transparenzinitiative, die Kaspersky im vergangenen Jahr gestartet hatte, nachdem dem Unternehmen vor allem in den USA wiederholt vorgeworfen worden war, den russischen Geheimdienst bei Spionageaktivitäten zu unterstützen. Daraufhin hatte Kaspersky damit begonnen, die Daten europäischer Kunden in die Schweiz umzuziehen und Transparenzzentren aufzubauen. Weitere sollen in den nächsten Monaten und Jahren auch in Asien und Nordamerika eröffnet werden.

Darüber hinaus lässt sich der Security-Spezialist seine Sicherheitsverfahren und den verantwortungsvollen Umgang mit Daten nun verstärkt von unabhängigen Stellen bestätigen. So wurde etwa der renommierte Experte für russisches und internationales Recht Dr. Kaj Hober beauftragt, zu evaluieren, inwieweit Kaspersky den russischen Gesetzen zu Datenverarbeitung und -speicherung unterliegt. Er kam zu dem Ergebnis, dass Kaspersky diesen wegen der Art seiner Geschäftstätigkeit nicht verpflichtet ist. Zudem ist eine große Wirtschaftsprüfungsgesellschaft derzeit damit befasst, die technischen Verfahren bei der Entwicklung und Veröffentlichung der Anti-Virus Bases zu prüfen – ein abschließender Bericht soll voraussichtlich noch im zweiten Quartal vorliegen.

»Wir sehen, dass Unternehmen sich am meisten um sensible Fragen rund um Datenmanagementprozesse sorgen, also wie Daten gespeichert und verarbeitet werden; und was ein Unternehmen unternimmt, um sensible Informationen der Nutzer zu schützen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben wir beschlossen, ein zusätzliches Transparenzzentrum zu eröffnen, in dem europäische Kunden, Regierungen und Regulierungsbehörden Antworten auf alle ihre Fragen erhalten. Diese Motivation war auch der Grund für uns, eine rechtliche Bewertung durchführen zu lassen«, so Anton Shingarev, Vice-President for Public Affairs bei Kaspersky Lab.