Fokus auf Integration, Automation und Security Orchestration: Neustart für Fidelis Cybersecurity

Nachdem Fidelis Cybersecurity in den vergangenen Monaten sein Portfolio vergrößert und sich neu im Markt positioniert hat, will der Hersteller nun auch in der DACH-Region wieder Fahrt aufnehmen. Mit größerem Team und neuem Vertriebschef, und mit dem Versprechen, Sicherheitsverantwortliche spürbar zu entlasten.

Ivan Dolensky, Nick Lantuh und Roland Messmer von Fidelis Cybersecurity
(Foto: CRN)

Zuletzt war es hierzulande ruhig geworden um Fidelis Cybersecurity, das vor zwei Jahren mit großen Ambitionen in der DACH-Region gestartet war. Einerseits weil man mit Topspin Security den Anbieter einer Deception- und Detection-Plattform übernahm und dessen Technologie in die eigenen Lösungen integrieren musste. Andererseits weil man sich neu positionierte, quasi einem Rebranding unterzog. »Unser Wert war nicht besonders gut herausgestellt«, lautet auch die Einschätzung von Nick Lantuh, der im vorigen Frühjahr den CEO-Posten übernommen hatte. Unter seiner Führung stellte Fidelis stärker den Plattformansatz seiner Lösungen heraus, die im Zusammenspiel nicht nur bei der Erkennung und Abwehr von internen sowie externen Cyberbedrohungen helfen, sondern auch bei der Incident Response sowie bei der Automatisierung und Orchestrierung von Security-Maßnahmen.

Zur Fidelis-Plattform »Elevate« zählen Komponenten für den Schutz von Endpoints und den Schutz von Netzwerken. Sie verhindern etwa Angriffe und den Abfluss von Daten. Dazu kommt die Deception-Lösung, die eine komplette Infrastruktur emulieren kann, in der sich das Verhalten von Cyberkriminellen beobachten lässt – und die gleichzeitig der Ablenkung dient. »Wenn wir hunderte Server erstellen, die genau wie der Produktionsserver aussehen, kann ein Angreifer diesen nicht mit einem gezielten Schlag attackieren«, so Lantuh. Alle Komponenten tauschen sich untereinander aus, was das Schutzniveau erhöht und Sicherheitsverantwortlichen die Untersuchung von Sicherheitsvorfällen erleichtert. Die Nutzung erfolgt über ein zentrales Interface, zahlreiche Automatismen sollen für weitere Entlastung sorgen.

Damit will Fidelis einen Nerv treffen, suchen die meisten Firmen doch mittlerweile nach integrierten Security-Lösungen und Plattform-Ansätzen, weil sie Infrastrukturen mit einer Vielzahl unterschiedlichster Produkte überfordern. Eigentlich sei es das große Versprechen von SIEM-Systemen gewesen, zumindest die Meldungen der verschiedenen Systeme zusammenzuführen und auszuwerten, doch das sei nicht gelungen – die Suche nach echten Bedrohungen gleiche weiter der Suche nach der Nadel im Heuhaufen, sagt Lantuh.

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