Es besteht Handlungsbedarf: Mehrheit der KMUs nutzt auslaufende Windows- und Office-Versionen

Im kommenden Jahr läuft erst der Support für Windows 7, dann der für Office 2010 aus. Noch setzen aber die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen auf genau diese Versionen.

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In den nächsten Monaten müssen zahlreiche kleine und mittelständische Firmen das Betriebssystem und Office-Paket ihrer PC-Arbeitsplätze aktualisieren. Das geht aus einer Untersuchung des Sicherheits- und Groupware-Spezialisten Intra2net hervor, der eine Umfrage unter über 100 deutschen Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitern durchgeführt hatte. Die meisten von diesen setzt auf ältere Windows- und Office-Versionen, die schon nicht mehr unterstützt werden oder deren Support bald endet.

So ist die am weitesten verbreitete Windows-Version bei KUMs weiterhin Windows 7, das noch auf 52 Prozent aller Rechner läuft. Zum 14. Januar 2020 stellt Microsoft allerdings den erweiterten Support für Windows 7 ein, das ab diesem Termin somit keinerlei Security-Updates mehr erhält – ein Sicherheitsrisiko, wenn man bedenkt, wie sehr Cyberkriminelle ungepatchte Lecks attackieren.

Ein Risiko, dem sich vier Prozent der Firmen bereits aussetzen, indem sie noch Windows XP einsetzen, dessen Support bereits vor fünf Jahren ausgelaufen ist. Dass Microsoft trotz Support-Ende noch eine Aktualisierung ausliefert, wie das bei der Schwachstelle im SMB-Protokoll der Fall war, die »Wannacry« ausgenutzt hatte, ist die absolute Ausnahme.

Auch im Office-Bereich sind viele kleine und mittelständische Firmen eher zurückhaltend, was die Aktualisierung ihrer Software angeht. Sieben Prozent der KMUs, die das Microsoft-Paket nutzen und noch nicht auf Office 365 umgestiegen sind, nutzen das bereits ausgelaufene Office 2007 und 40 Prozent Office 2010, dessen Support am 13. Oktober 2020 endet.

»Die Ergebnisse sind alarmierend und zeigen dringenden Handlungsbedarf«, lautet das Fazit von Steffen Jarosch, Vorstand der Intra2net AG. »Angesichts von rund 390.000 kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitern in Deutschland dürfte bei der Mehrzahl dieser Firmen in den kommenden Monaten eine grundlegende Aktualisierung der IT-Infrastruktur anstehen.«