Nach Drohungen durch Skandalblatt: Jeff Bezos wehrt sich gegen mutmaßliche Erpressung

Vor einem Monat gibt Jeff Bezos die Trennung von seiner Frau bekannt, kurz darauf veröffentlicht der »National Enquirer« Details über eine Affäre des Amazon-Chefs. Bezos untersucht, wie das Boulevardblatt an die privaten Informationen kam.

»catch and kill«

Außerdem spielten Pecker und sein Verlag eine Rolle in der Schweigegeldaffäre um Trump. American Media Inc. zahlte dem ehemaligen Playmate Karen McDougal, die behauptet, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben, 150.000 US-Dollar für die Rechte an ihrer Geschichte. Der »National Enquirer« veröffentlichte diese aber nie.

Das Blatt soll sich die Rechte vielmehr gesichert haben, um die angebliche Affäre totzuschweigen. Die Methode ist in den USA als »catch and kill« bekannt (zu Deutsch etwa: »fange und vernichte«). AMI gab im Dezember zu, das Geld bezahlt zu haben - bestritt aber das angebliche Ziel dahinter.

»Natürlich will ich keine persönlichen Fotos veröffentlicht sehen, aber ich werde auch nicht bei ihren allseits bekannten Erpressungsmethoden mitmachen, bei ihren politischen Gefälligkeiten, politischen Attacken und Korruption«, schrieb Bezos in dem Brief. Er habe sich stattdessen dafür entschieden, den Spieß umzudrehen - und zu »sehen, was dadurch zum Vorschein kommt«.