Nach Drohungen durch Skandalblatt: Jeff Bezos wehrt sich gegen mutmaßliche Erpressung

Vor einem Monat gibt Jeff Bezos die Trennung von seiner Frau bekannt, kurz darauf veröffentlicht der »National Enquirer« Details über eine Affäre des Amazon-Chefs. Bezos untersucht, wie das Boulevardblatt an die privaten Informationen kam.

Affäre mit TV-Moderatorin

Wenig später machte der »National Enquirer« die Affäre des Amazon-Chefs mit der früheren TV-Moderatorin Lauren Sanchez (49) öffentlich und verbreitete dabei unter anderem intime Textnachrichten und Fotos von ihm. Zudem prahlte das Boulevardblatt damit, Bezos und Sanchez dabei beobachtet zu haben, wie sie Privatjets bestiegen, in Limousinen fuhren und sich in Luxushotels vergnügten. Das Blatt gab an, die veröffentlichten Informationen legal erlangt zu haben.

Bezos ließ daraufhin untersuchen, wie der »National Enquirer« an dieses Material gelangt war. Leiter der Untersuchung wurde Bezos' langjähriger Sicherheitschef Gavin de Becker. Er habe de Becker angewiesen, die Fakten zu dem Fall zusammenzutragen, zitierte die »New York Times« den Milliardär. Er könne dabei auf ein so hohes Budget zurückgreifen, wie er benötige.

De Becker bestätigte der Nachrichtenwebseite »The Daily Beast« am 31. Januar, dass er den Fall untersuche. Er deutete an, dass das Vorgehen des »National Enquirer« gegen Bezos politisch motiviert sein könnte.

Mittelsmänner des AMI-Chefs Pecker hätten ihn aufgefordert, die Untersuchung einzustellen, so Bezos. Man habe ihm gesagt, wenn er dies nicht tue, würde der Verlag Nacktaufnahmen und andere schlüpfrige Fotos von ihm und seiner Geliebten öffentlich machen. AMI habe von ihm zudem eine öffentliche Stellungnahme verlangt, in der er erklären sollte, dass das Blatt in seiner Berichterstattung nicht politisch motiviert oder beeinflusst sei. AMI kommentierte die Vorwürfe zunächst nicht.