Stiftung Warentest: »Augen auf beim Dildokauf«

rät die Stiftung Warentest, und sezierte erstmals Dildos, Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringe im Testlabor. Fazit: Oft stimmt die Chemie nicht, und wie gefährlich ist eigentlich das »Internet of Dongs«?

18 Sextoy szezierte Stiftung Warentest im Labor.
(Foto: Stiftung Warentest)

Die kniffligste Frage beim erstmaligen Sextoy-Test der Stiftung Warentest hatten sich die Verbraucherschützer stellen müssen, bevor die Muster ins Labor kamen: Führt das Schulnoten-Prinzip bei dieser Produktkategorie nicht etwa in die Irre, wenn die Leser die Note »befriedigend« besser als »gut« auffassen würden? Man entschloss sich schließlich, auch Sexpielzeug nach der bewährten Notenskala zu bewerten, wonach »befriedigend« eben nur Mittelmaß ist.

Das Fazit im Schadstofftest ist jedenfalls ernüchternd: Bei fünf dieser Silikon-Freunde stimmt die Chemie ganz und gar nicht. Die Tester wiesen Weichmacher DEHP, Nickel oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in gefährlichen Konzentrationen nach – und keinesfalls nur bei den billigsten Produkten (von 6,80 bis 165 Euro). Schadstoffgrenzen gibt es beim Einsatz von Sextoys übrigens keine. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kann also aufatmen, er muss sich wenigstens hier nicht für voraus-eilende Grenzwertsenkungen ins Zeug legen.

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