Fahnder beenden digitalen Millionen-Raubzug: Dreister Krypto-Dieb verhaftet

Dank tatkräftiger Hilfe aus Deutschland konnte die britische Polizei einen europaweit gesuchten Cyberkriminellen verhaften, der mehrere Millionen Euro in der Kryptowährung »Iota« gestohlen haben soll.

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Ein europaweit gesuchter Cyberkrimineller ist der Polizei im britischen Oxford ins Netz gegangen. Dabei wurden auch Computer, Datenträger, Drogen, sowie Bargeld sichergestellt. Der 36-jährige Verdächtige soll verschiedenen Opfern in ganz Europa mindestens zehn Millionen Euro in der Kryptowährung »Iota« gestohlen haben. Nach bisherigem Ermittlungsstand waren von dem digitalen Raubzug im vergangenen Jahr mindestens 85 Personen betroffen. Die Behörden gehen jedoch davon aus, dass es noch mehr Bestohlene geben könnte und bitten diese, sich bei den lokalen Polizeistellen zu melden.

Der Verhaftung vorangegangen waren monatelange Ermittlungen des Hessischen Landeskriminalamtes unter der Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main (Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetinternetkriminalität/ ZIT). Gemeinsam mit dem LKA Rheinland-Pfalz, der South East Regional Organised Crime Unit (SEROCU) sowie der National Crime Agency (NCA) aus England und Europol war es den Ermittlern schließlich gelungen, den aktuellen Aufenthaltsort des Mannes zu herauszufinden und zuzuschlagen.

»Die Ermittlungen konnten nur aufgrund der exzellenten und engagierten Zusammenarbeit von internationalen Behörden, Unternehmen und der IOTA-Community erfolgreich durchgeführt werden«, freute sich Matthias Krekeler vom Hessischen Landeskriminalamt über die Festnahme. »Der Erfolg der Ermittlungen zeigt uns auch, dass im Bereich der Kriminalität im Zusammenhang mit Kryptowährungen ein schlagkräftiges international gut funktionierendes Polizeinetzwerk besteht.«