Internationale Expansion: Hornetsecurity schnappt sich Spamina (Update)

Die deutsche Hornetsecurity hat den spanischen E-Mail-Security-Spezialisten Spamina übernommen. Damit baut man das Entwicklungsteam aus und erschließt sich den spanischen – und lateinamerikanischen – Markt.

(Foto: Production Perig/Fotolia)

Für eine nicht genannte Summe kauft Hornetsecurity die spanische Spamina. Diese bietet vor allem Lösungen zur Absicherung der E-Mail-Kommunikation, aber auch cloudbasierte Archivierung und DLP. Das 2005 gegründete Unternehmen hat Niederlassungen in Italien sowie Argentinien, Peru, Kolumbien und Mexico. Hornetsecurity, das unter anderem durch die Übernahme des Spamfilter-Business von Avira, seit einigen Jahren seine internationale Expansion vorantreibt, erhält also Zugang zu weiteren europäischen und dem lateinamerikanischen Markt.

»Spanien ist eine der wachstumsstärksten Wirtschaftsmächte Europas und einer der stärksten Handelspartner Südamerikas. Zudem ist anhand der jährlich wachsenden Brutto-Inlandszahlen klar zu erkennen, dass Länder wie Argentinien, Peru und auch Kolumbien zu den aufstrebenden Dienstleistungsmärkten zählen. Hier sehen wir ein klares, starkes Marktpotenzial«, erklärt Daniel Blank, Geschäftsführer von Hornetsecurity.

Neben dem Zugang zu neuen Märkten holt sich Hornetsecurity durch die Übernahme auch Know-how und Entwicklungsressourcen. Insgesamt hat man nun nach eigenen Angaben knapp 200 Spezialisten für sichere E-Mail-Kommunikation im Haus und zählt mehr als 40.000 Unternehmen zu seinen Kunden. Oliver Dehning, ebenfalls Geschäftsführer bei Hornetsecurity, betont, die Produkte der beiden Anbieter ergänzten sich »in jeder Hinsicht«.

(Update)

Die Spamina-Produkte sollen vorerst unverändert angeboten werden. Erst im Laufe des Jahres ist geplant, sie mit den Hornetsecurity-Lösungen zusammenzuführen, um ihre Fähigkeiten zu integrieren und um die Produktpalette zu konsolidieren. Verschwinden soll der Name »Spamina« indes nicht. »Die Marke Spamina ist insbesondere in Spanien und Lateinamerika eine feste Größe in der Cybersecurity-Landschaft, und daher haben wir uns entschieden, auf diesen Märkten auch zukünftig unter dem Namen zu operieren«, erklärt Blank gegenüber CRN.

Für die deutschen Vertriebspartner ändert sich mit der Übernahme nichts. Allerdings betont Blank, man könne »durch die dazugewonnen Entwicklungsressourcen zukünftig noch schneller neue Lösungen bereitstellen«.