Sex sells: So erpressen Cyberkriminelle: »Es war einmal ein Weib, das zeigte seinen Unterleib«

Mittlerweile warnt die Polizei in Gedichtform vor den Folgen erotischer Webseitenbesuche oder Sex-Chats. Oh du gar nicht fröhliche Weihnachtszeit.

(Foto: Reality Lovers)

Panik stellt sich derzeit bei wohl tausenden Internetnutzern ein, die in etwa folgende E-Mail bekommen haben: »Lieber XY, wir haben einen Trojaner auf deinem Computer platziert und können dich heimlich mit der darin eingebauten Kamera filmen. Videos und Bilder haben wir an unseren Server geschickt. Wenn du nicht willst, dass wir Videos und Fotos von dir veröffentlichen, die dich zeigen, was du während des Besuchs von Sexseiten machst, klicke auf diesen Link«.

Anschließend fordern Cybererpresser mehrere hundert Euro, die in Bitcoin zu zahlen sind. Eine klassische Erpressung also, die derzeit nicht umsonst hoch aktuell ist. Weihnachten steht vor der Türe (CRN berichtet 2013 von einer Abmahnwelle, ebenfalls vor Weihnachten, deren Ausgangspunkt eine Pornosteaming-Webseite war) und niemand will schließlich trautes Familienglück gegen eine veritable Partnerschaftskrise eintauschen. Das schlechte Gewissen, doch mal hin und wieder einen Blick auf besagte Internetseiten geworfen zu haben, ist groß.

Genauso wie die Unsicherheit, an den technischen Manipulationen des Smartphones, Tablets oder Notebooks könnte etwas dran sein.
Bundesweit melden Polizeidienststellen jedenfalls stark steigende Fälle solcher Erpressungsversuche. Die Anzeigen, so sehr sie auch gegen Cyberkriminelle ins Leere laufen, weil sie meist im Ausland sitzen, häufen sich. »Uns berichten die Opfer in der Regel, dass es solche Videos gar nicht geben kann, weil sie weder Porno-Seiten im Internet angeschaut noch sonstige Intimitäten in der Nähe des Computers ausgeführt haben«, sagt aktuell die Polizei Rheinland-Pfalz. Die Behörden warnen eindringlich davor, Erpressungsgelder zu zahlen.

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