Ausbau des Security-Portfolios: Blackberry übernimmt Cylance

Für 1,4 Milliarden Dollar kauft Blackberry den Sicherheitsspezialisten Cylance. Der soll eigenständig weiter agieren können, aber auch die Blackberry-Kommunikationsplattform »Spark« abzusichern helfen.

Blackberry-Zentrale im kanadischen Waterloo
(Foto: Blackberry)

Blackberry treibt seinen Wandel vom Smartphone-Hersteller zum Software-Anbieter weiter voran und übernimmt für 1,4 Milliarden Euro den Sicherheitsspezialisten Cylance. Der wurde 2012 gegründet und nutzt KI- und Machine-Learning-Technologien, um Malware zu erkennen und Endpoints abzusichern. Das Unternehmen hat weltweit etwa 3.500 Kunden, darunter den Elektronikriesen Panasonic.

Die behördlichen Genehmigungen vorausgesetzt soll die Übernahme voraussichtlich bis Februar 2019 abgeschlossen werden, wenn das Blackberry-Geschäftsjahr endet. Es ist geplant, den Security-Anbieter als eigenständige Geschäftseinheit agieren zu lassen, seine Technologie aber mit den anderen Blackberry-Anwendungen zu verknüpfen. Vor allem von der Integration in die Kommunikationsplattform »Spark« verspricht man sich viel. Die soll nicht nur PCs, Smartphones und andere IT-Geräte sicher vernetzen, sondern auch Sensoren, Haushaltsgeräte und andere IoT-Devices.

»Die Fähigkeiten von Cylance werden unsere bewährten Angebote in den Bereichen Datenschutz, sichere Mobilität und Embedded Systeme erweitern«, ist sich Blackberry-CEO John Chen sicher. Stuart McClure, Mitgründer und CEO von Cylance, verspricht, der Security-Hersteller selbst sowie seine Kunden und Partner würden von der globalen Reichweite von Blackberry profitieren.