Egosecure nach der Übernahme durch Matrix42: »Unsere Botschaft ist: eins plus eins gleich drei«

Die Übernahme von Egosecure durch Matrix42 soll sowohl Kunden als auch Partnern helfen, weil sich durch die Verknüpfung der beiden Produktwelten neue Automatisierungsmöglichkeiten ergeben. Man werde aber nichts erzwingen, betont Egosecure-Chef Sergej Schlotthauer gegenüber CRN.

Sergej Schlotthauer, CEO von Egosecure und VP Security bei Matrix42
(Foto: CRN)

Im Sommer übernahm Matrix42 die badische Egosecure und formte damit einen deutschen Software-Hersteller, der sich nicht mehr nur um die Verwaltung von Endpoints kümmern kann, sondern auch um deren Absicherung. »Es gibt nicht viele Anbieter, die Device-Management und Endpoint Security bieten – und nur einen aus Deutschland«, formuliert Sergej Schlotthauer das Selbstverständnis des Unternehmens.

Schlotthauer, Gründer und CEO von Egosecure, übernimmt bei Matrix42 als VP Security die Leitung des Sicherheitsgeschäfts. »Unsere Botschaft ist: eins plus eins gleich drei«, sagt der Manager und meint damit, der Zusammenschluss der beiden Unternehmen bringe sowohl Kunden als auch Partnern viele Vorteile, weil sich die Lösungen gut ergänzen. Es wurden bereits Bundles geschnürt, die den Vertrieb der beiden Produktwelten erleichtern sollen, und auch die Produktintegration schreitet voran.

Die kann vor allem bei der Automatisierung von IT-Verwaltungsaufgaben helfen, wie Schlotthauer erklärt. Möglich sei etwa, dass nach einem von den Egosecure-Lösungen erkannten und gestoppten Ransomware-Ausbruch das betroffene System automatisch über das Endpoint Management von Matrix42 neu aufgesetzt wird. Oder dass Whitelists für die Applikationskontrolle von Egosecure über die Software-Verteilungsmechanismen von Matrix42 bereitgestellt werden.

Möglichkeiten gibt es viele. Das Problem ist derzeit eher, dass sich die Geschäfte der beiden Partnerlandschaften teils deutlich unterscheiden. Während die Egosecure-Lösungen recht schnell eingeführt und laut Schlotthauer vor allem Lizenzgeschäft sind, geht es bei Matrix42 eher um längere Projekte und Dienstleistungen. Ziel ist es daher nun, den Partnern die jeweils neuen Produkte näherzubringen und sie für deren Vertrieb fitzumachen. Ein neues, gemeinsames Partnerprogramm, um dies zu unterstützen, solle im Laufe des nächsten Jahres kommen.

»Einige der Egosecure-Partner freuen sich schon, künftig mehr Umsatz mit Dienstleistungen zu machen«, sagt Schlotthauer, betont aber auch, man werde keinen Druck aufbauen und niemanden zum Verkauf neuer Produkte zwingen. »Unter der Übernahme sollen weder Kunden noch Partner leiden.«