Martin Twickler verlässt Exclusive, Florian Zink wird Nachfoler: »Ich segle für mein Leben gern«

Martin Twickler, der langjährige Deutschlandchef von Exclusive Networks, verlässt den VAD. Mit CRN spricht er über die Gründe und die Herausforderungen, die auf seinen Nachfolger warten. Der ist ein Experte für Transformationsthemen und soll nun die nächste Wachstumsphase einleiten.

Florian Zink, ab 1. November Geschäftsführer Deutschland und Regional Manager DACH bei Exclusive Networks, mit Noch-Amtsinhaber Martin Twickler auf der diesjährigen it-sa
(Foto: CRN)

In den vergangenen sieben Jahren konnte die Exclusive Group ihren Umsatz verzehnfachen. Nun stellt sich der VAD für die nächste Wachstumsphase auf, die in den kommenden fünf Jahren zu einem Umsatz von zehn Milliarden US-Dollar führen soll. Auf Konzernebene holte man dafür mit Andy Travers einen Channel-Veteranen und früheren Vorstand von Fortinet und RSA als neuen SVP Worldwide Sales and Marketing an Bord. Und auch in Deutschland steht eine bedeutende personelle Veränderung an: Martin Twickler, der schon die TLK Distributions GmbH mitgegründet hatte, durch deren Übernahme Exclusive 2012 in den deutschen Markt eingestiegen war, verlässt das Unternehmen Ende November.

»Mit 54 überlegt man sich, wie lange man noch weiter macht«, erklärt Twickler im Gespräch mit CRN. Sich erneut auf Jahre zu verpflichten und große Energien in das Unternehmen zu stecken, wollte der passionierte Segler letztlich nicht und entschied sich für den Ausstieg. »Ich segle für mein Leben gern«, sagt Twickler, dessen Nachfolger als Geschäftsführer Deutschland und Regional Manager DACH Florian Zink wird. Der kommt von Salesforce und lässt sich von den ambitionierten Zielen beim Distributor nicht nervös machen. »Ich habe bei Salesforce ja auch in einem Unternehmen mit riesigem Wachstum gearbeitet«, unterstreicht er.

Zink ist ein Experte für Transformationsthemen und leitete beispielsweise einige Zeit den Bereich »Innovation and Transformation Services EMEA« beim Cloud-Spezialisten. Sein Ziel mit Exclusive ist es, Firmen mit »viel Security- und Datacenter-Hardware im Keller« beim Wechsel in die Cloud zu unterstützen. Der Distributor müsse »Enabler zwischen Herstellern, Partnern und Kunden sein« - und wird sich dafür auch weiterentwickeln müssen. »Der Dienstleistungsanteil wird signifikant nach oben gehen«, prognostiziert Zink, der bereits in den 90ern bei 3Com erste Erfahrungen mit der Distribution sammelte und in seinen fast sieben Jahren bei Microsoft viel mit Partnern zusammenarbeitete.

Die Basis dafür ist bereits gelegt, wie Twickler klarstellt: »Wir waren schon immer ein Lösungsdistributor.« Allerdings würden sich die Aufgaben immer weiter zu Knowledge-Transfer, Beratung und Services für die Partner verschieben. Zink will deshalb auch nicht alles umbauen und anderes machen bei Exclusive – es laufe ja gut. Er wolle die ersten Wochen nach dem Amtsantritt zum 1. November, in denen ihm Twickler noch zur Seite steht, nutzen, »um zu verstehen und zu lernen«. Dann könne man schauen, wie man den Schwerpunkt weiter zu Cloud-Themen sowie Beratungs- und Serviceleistungen verschieben kann.