CRN-Interview mit it-sa-Chef Frank Venjakob: »Die it-sa ist vielfältiger und internationaler geworden«

Vom 9. bis 11. Oktober findet in Nürnberg die it-sa statt. CRN sprach mit Messechef Frank Venjakob über die wachsende Bedeutung von IT-Sicherheit für Wirtschaft und die Auswirkungen des Booms auf die it-sa.

Frank Venjakob, Executive Director it-sa der NürnbergMesse
(Foto: Nürnberg Messe)

CRN: Herr Venjakob, die Security-Branche boomt, wovon auch die it-sa profitiert. Was sind die Ursachen dieser Entwicklung?

Frank Venjakob: Die Nachfrage nach IT-Sicherheitslösungen wächst, weil Cyberkriminalität ein Wachstumsmarkt ist. Die Befürchtung, dass die eigene Firma einem Angriff zum Opfer fällt, ist ja nicht aus der Luft gegriffen – das bestätigen beispielsweise aktuelle Zahlen des Bitkom: Alleine der deutschen Industrie ist demnach in den vergangenen beiden Jahren ein Schaden von 43 Milliarden Euro entstanden. Genauso spielt aber auch der veränderte gesetzliche Rahmen eine Rolle, insbesondere die DSGVO, die für alle Branchen gleichermaßen gilt und technische Maßnahmen für Datenschutz- und Sicherheit einfordert.

CRN: Wie hat sich Messe durch das wachsende Interesse in den vergangenen Jahren verändert?

Venjakob: Mit erstmals rund 700 Ausstellern ist die it-sa mittlerweile die weltweit größte Fachmesse zum Thema IT-Sicherheit. Auf dem Weg dorthin war der Umzug in die Hallen 9 und 10 im letzten Jahr sicherlich der größte Schritt. Wir können dieses Jahr erstmals fünf offene Foren mit rund 350 Vorträgen für Messebesucher anbieten und auch das begleitende Kongressprogramm weiter ausbauen. Mit dem Wachstum der Veranstaltung einher gingen steigende Besucherzahlen, vor allem aus dem Ausland. Damit ist die it-sa heute vielfältiger und internationaler als noch vor ein paar Jahren. Im Kern aber ist die it-sa nach wie vor auch das, was sie für die deutsche IT-Sicherheitsbranche immer war: ihre zentrale Dialogplattform.

CRN: Wie wollen Sie mehr Menschen auf die Messe locken, ohne dabei das scharfe Profil als Veranstaltung für Fachbesucher mit Interesse an Security-Themen zu verwässern?

Venjakob: Wir wollen vor allem die richtigen Besucher für die it-sa begeistern. Als Messeveranstalter ist es letztlich unser Ziel, die Entscheider und Experten zu erreichen, die Bedarf an den Produkten der Aussteller haben. Unser Fokus liegt daher schon immer alleine im B2B-Bereich. Mit unseren Marketing-Maßnahmen adressieren wir gezielt IT-Security-Professionals. Wir informieren diese auch vor und nach der Messe über Neuigkeiten aus der Security-Welt und unterstützen die Vernetzung bis zum nächsten Messetermin.

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