Avast-Studie: Ungepatchte Geräte machen Smart Home angreifbar

Mehr als ein Drittel aller Heimnetzwerke ist laut Avast angreifbar, weil einzelne Geräte Sicherheitslücken aufweisen oder mit schwachen Zugangsdaten gesichert sind. Deutschland steht im internationalen Vergleich allerdings besser da.

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In über 35 Prozent aller Heimnetzwerke gibt es Avast zufolge ein oder mehrere Geräte, die anfällig für Angriffe sind und damit das gesamte Netz gefährden. In Deutschland liegt der Anteil verletzlicher Smart Homes mit 15,5 Prozent allerdings weit unter dem internationalen Schnitt.

»Ein intelligenter Haushalt ist nur so sicher wie sein schwächstes Glied, und jedes Gerät, das mit dem Netzwerk verbunden ist, kann ein Einfallstor für Hacker werden, wenn es nicht angemessen geschützt ist«, warnt Ondrej Vlcek, EVP und CTO von Avast. Das Problem sei, dass viele Verbraucher Schwachstellen im Internet der Dinge nicht als kritisch ansehen und Cyberkriminelle das gezielt ausnutzen würden.

Avast zufolge sind 68,7 Prozent der Geräte angreifbar, weil ihre Software nicht auf dem neuesten Stand ist und Angriffspunkte bietet. 31,3 Prozent der Geräte weisen dagegen schwache Zugangsdaten auf. In Deutschland ist das Verhältnis ein wenig anders: Hierzulande sind 79,8 Prozent der Geräte durch Schwachstellen gefährdet und 20,2 Prozent durch die Logins. Ob die Bundesbürger allerdings seltener Updates installieren oder bessere Kennwörter wählen, geht aus der Untersuchung nicht hervor.

Die meisten Schwachstellen finden sich laut Avast weiterhin bei Computern und Smartphones, aber auch viele Router seien gefährdet: 41,8 Prozent in Großbritannien, 31,7 Prozent in den USA – aber nur 4,3 Prozent in Deutschland. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Smart-Home-Geräten, wozu der Security-Hersteller neben Smart-TVs, TV-Medienboxen, Spielkonsolen und smarten Haushaltsgeräten auch Drucker, Sicherheitskameras und Babymonitore zählt. Hier weisen weltweit 17,3 Prozent der Geräte Schwachstellen auf, in Deutschland allerdings nur 6,4 Prozent. Am häufigsten sind NAS-Systeme (28,2 Prozent) und Netzwerkkameras (15,5 Prozent) betroffen.

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Antwort von Rolf-Dieter Baer , 18:02 Uhr

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