Karl-Heinz Warum geht in den Ruhestand: »Es reicht nicht, immer nur höhere Ziele zu setzen«

Nach mehreren Jahrzehnten in der IT-Branche verabschiedet sich Karl-Heinz Warum in den Ruhestand. Mit CRN spricht der langjährige Citrix- und Sophos-Manager über Freundschaften, die in dieser Zeit entstanden sind, Mitarbeiterführung und seine Leidenschaft für Langstreckenrennen.

Ein bestens gelaunter Karl-Heinz Warum zu Besuch in der CRN-Redaktion
(Foto: CRN)

Wo andere Leute ihrem Ruhestand entgegenfiebern, um endlich auf Reisen gehen zu können, will Karl-Heinz Warum es diesbezüglich ruhig angehen lassen. Kein Wunder, nachdem er bei Sophos zuletzt als Vice President CEEMEA stattliche 92 Länder leitete und mehr als genug unterwegs war. »Das Anstrengende ist nicht die Betreuung so vieler Länder, sondern das Reisen, die vielen Flüge, die vielen Hotels«, berichtet er im Gespräch mit CRN und sagt: »Ich werde jetzt erstmal mein Haus am Wörthersee genießen – und Bayern ist ja auch schön.«

Wenige Tage befindet sich der mittlerweile nördlich von München lebende Kärntner nun im Ruhestand. Als er bei CRN vorbeischaut, kommt er gerade vom VAD Infinigate, am nächsten Tag will er die früheren Kollegen von SCO besuchen. Mehr als 20 Jahre ist es her, dass Warum beim Unix-Spezialisten arbeitete, doch abgerissen sind viele Kontakte dorthin ebenso wenig wie die zu anderen Stationen seines Berufslebens. »Da haben sich gewisse Freundschaften entwickelt«, sagt er, »denn es ist ja ein People Business.«

Die Menschen sind es denn auch, die nach Meinung von Warum viel mehr im Fokus von Unternehmen und Führungskräften stehen sollten. »Die Leute stellen hochintelligente Menschen ein und sagen ihnen dann, was sie tun sollen«, bemängelt er. Mitarbeiter bräuchten aber Freiräume für Kreativität und eigene Entscheidungen, denn »es gibt nichts Motivierenderes als Kompetenz«. Fehler müsse man akzeptieren und als Lernfaktor verbuchen, aber es helfe nicht, wenn der Chef alles vorgeben und kontrollieren wolle.

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