Softshell Vendor Report 2018: Der Security-Markt wird unübersichtlicher

Die Zahl der Hersteller auf dem umkämpften Security-Markt wächst weiter – es kommen vor allem neue SaaS- und Service-Anbieter hinzu. Sie stellen, so der für die Untersuchung verantwortliche VAD Softshell, das Marktgefüge auf den Kopf.

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Das Geschäft mit IT-Sicherheit boomt, immer mehr Hersteller mischen in dem zunehmend unübersichtlicher werdenden Markt mit. Einen Überblick will der VAD Softshell mit seinem »Vendor Report« (PDF) bieten. Der listet für das Jahr 2018 immerhin 1.725 Security-Hersteller auf – ein Drittel mehr als im vergangenen Jahr, und das, obwohl in der Branche zahlreiche Übernahmen und Fusionen stattfinden. Vor allem die Zahl der Anbieter von Security-as-a-Service hat stark zugenommen. Es ist die am stärksten wachsende Technologiekategorie in dem Report und die mit den meisten Herstellern. Dabei wurden Softshell zufolge reine Service-Spezialisten in diesem Jahr noch gar nicht in die Auswertung mit einbezogen.

»Die schiere Menge der Provider, die Sicherheit als Service anbietet, stellt das Marktgefüge auf den Kopf«, sagt Gerald Hahn, Vorstandsvorsitzender von Softshell. Er prognostiziert einen Wandel in der Branche, auf den sich vor allem Systemhäuser mit mittelständischen Kunden werden einstellen müssen: »Ähnlich wie im Versicherungsmarkt werden Kunden aus dem Mittelstand künftig über ein Standard-Security-Paket ihre Grundsicherung erwerben und bei Bedarf Module dazukaufen, die das Schutzniveau weiter erhöhen.« Aber auch im Enterprise-Business sieht Hahn neue Herausforderungen auf den Channel zukommen, weil Hersteller dort oft selbst aktiv werden. »Wenn Hersteller im Enterprise-Segment zunehmend Direktgeschäft machen, umgehen Sie den Channel und die Margen schmelzen dahin«, warnt er.

Von den 1.725 Herstellern aus der Untersuchung sind 444 in der DACH-Region aktiv; auch das ist ein deutliches Plus gegenüber dem vergangenen Jahr, als es noch 383 waren. Die meisten Hersteller nehmen ihr Engagement in der Region ernst und haben in Personal investiert: 24 Prozent sind mit elf bis 50 Mitarbeitern in DACH vertreten, 22 Prozent mit 51 bis 200 Mitarbeitern.

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