CRN-TV mit Helmut Nohr von Sophos: »Ohne Managed Services kann man in Zukunft kaum etwas ausrichten«

Viele KMUs haben keine dedizierten Security-Mitarbeiter – ihnen fehlt Know-how, weshalb sie zunehmend auf Managed Security Services setzen. Diesen wachsenden Bedarf zu erkennen und sich entsprechend aufzustellen, sei für den Channel derzeit die größte Herausforderung, so Helmut Nohr bei CRN-TV.

Helmut Nohr, Channel Sales Director bei Sophos Deutschland
(Foto: CRN)

Zwar haben auch kleine und mittelständische Unternehmen das Thema Security auf ihrer Agenda, doch sie würden zu oft nur reagieren statt zu agieren, berichtet Helmut Nohr, Channel-Chef von Sophos Deutschland, im Gespräch mit CRN auf der CEBIT. Ihr Problem: »Unternehmen bis 200 Mitarbeiter haben im Schnitt null dedizierte Security-Mitarbeiter. Ihnen fehlt das Know-how.«

Weil immer mehr Firmen das erkennen und auf Managed Security Services setzen, entsteht für den Channel ein neuer, schnell wachsender Markt. »Die größte Schwierigkeit ist eigentlich, früh genug zu erkennen, dass man ohne Managed Services in Zukunft kaum noch etwas ausrichten kann«, so Nohr. Für manch ein Systemhaus wird das zur Existenzfrage: »Denn dann kommt die zweite Hürde: Bin ich als Systemhaus überhaupt finanziell in der Lage, das Business umzustellen.«

Nohr rät, Managed Services nicht zu kleinteilig anzubieten, sondern auf große Pakete zu setzen. Das helfe beiden Seiten: Der MSP erwirtschafte eine bessere Marge, der Kunde bekomme alles aus einer Hand und am Ende nur eine einzige Rechnung.«

Darüber hinaus geht Nohr bei CRN-TV auf die Bedeutung von künstlicher Intelligenz bei der Bedrohungserkennung ein (»Künstliche Intelligenz allein nützt gar nichts.«) und erklärt, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter mit dem neuen Sophos-Service »Phish Threat« im Umgang mit Phishing-Mails trainieren können. Der Dienst sei gar nicht so sehr ein Resellinggeschäft, sondern vielmehr eine Gelegenheit für Partner, sich bei Kunden als Trusted Advisor zu positionieren.

Auch ein klares Bekenntnis zum SMB-Geschäft gibt der Channelchef im Gespräch ab und betont, Sophos mache 92 Prozent seines Geschäfts mit Unternehmen unter 500 Usern. »Unsere Lösungen sind enterprise-ready und wir haben auch einige große Kunden – aber das ist nicht unser Sweet Spot.«