Sperrfunktion für den Lightning-Anschluss: Apple will Knacken von iPhones erschweren

Apples iPhones sind verschlüsselt - und Ermittler beschweren sich oft, dass sie nicht an Daten von Verdächtigen herankämen. Es gibt zwar Firmen, die dank einer Schwachstelle das Entsperren der Telefone anbieten, doch Apple könnte ihnen bald das Leben schwer machen.

Durch das zeitgesteuerte Abschalten des Lightning-Anschlusses will Apple das iPhone sicherer machen
(Foto: Nmedia - Fotolia)

Apple will das Knacken seiner iPhones noch weiter erschweren und riskiert damit eine neue Konfrontation mit Sicherheitsbehörden. Der Konzern entwickelte eine Funktion, bei der sich der »Lightning«-Anschluss des Geräts eine Stunde nach der letzten Benutzung für Datenverbindungen deaktiviert. Die Akkus können dabei weiterhin über den Anschluss geladen werden, wie das Unternehmen am Donnerstag erklärte.

Die iPhones sind grundsätzlich verschlüsselt und lassen sich nur per Eingabe eines Passcodes sowie mit Fingerabdruck oder Gesichts-Scan des Nutzers entsperren. Zugleich gibt es aktuell mindestens zwei Anbieter, die eine öffentlich, nicht näher bekannte Schwachstelle ausnutzen, um die Telefone über eine Kabelverbindung zum »Lightning«-Anschluss zu entsperren. Mit der Deaktivierung der Buchse würde Apple den Zeitraum, in dem das überhaupt möglich ist, drastisch verkürzen. Dem »Wall Street Journal« zufolge ist noch offen, ob die Funktion bereits in dem für diesen Herbst angekündigten nächsten iPhone-Betriebssystem iOS 12 eingeführt werden könnte.

Apple betonte, dem Konzern gehe es darum, seine Geräte besser gegen Angriffe von Hackern und Identitätsdieben sowie gegen das Abgreifen persönlicher Daten zu schützen. »Wir haben den größten Respekt vor Sicherheitsbehörden und entwickeln unsere Sicherheitsverbesserungen nicht, um ihre Arbeit zu erschweren.«

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