Expert Talk mit Rohde & Schwarz Cybersecurity bei CRN-TV: »Gateprotect«-Firewalls werden zu »Unified«-Firewalls

Die neue »Unified«-Reihe löst beim deutschen Hersteller die »Gateprotect«-Lösungen ab. Dadurch soll die Marke Rohde & Schwarz Cybersecurity gestärkt werden, erklärt Özkan Topal bei CRN-TV.

(Foto: Rohde & Schwarz Cybersecurity)

Knapp vier Jahre nach der Gateprotect-Übernahme lässt Rohde & Schwarz Cybersecurity die Marke verschwinden. Sie geht in der neuen »Unified«-Serie auf, die sich ebenso an KMU-Kunden richtet und laut Özkan Topal, Director Channel Sales beim Hersteller, eine »einfach zu bedienende Sicherheitslösung für komplexe Netzwerke« ist. Die Geräte kombinieren Deep Paket Inspection (DPI) und SSL-Inspection, um Datenverkehr präzise kontrollieren und klassifizieren zu können – auch bei verschlüsseltem Traffic. So lassen sich dann granulare Sicherheitsrichtlinien konfigurieren und anwenden, etwa um die Nutzung bestimmter Applikationen zu reglementieren.

Darüber hinaus hat Rohde & Schwarz Cybersecurity das Webinterface überarbeitet. Es soll sich nicht nur über jeden Browser und auch von Mobilgeräten wie dem Smartphone aus aufrufen lassen, sondern benutzerfreundlicher geworden sein. Das erleichtert Administratoren die Konfiguration und verhindert Konfigurationsfehler – laut Hersteller eine der Hauptursachen für Sicherheitslücken. Das »Command Center« bietet zentralen Zugriff auf alle sich im Einsatz befindenden Firewalls und erlaubt die zentrale Steuerung von Backups und Updates.

Zum Start umfasst die Unified-Reihe sechs Geräte, die einen Firewall-Durchsatz zwischen 770 und 10.000 MBit pro Sekunde sowie einen VPN-Durchsatz zwischen 50 und 1.400 MBit pro Sekunde bieten. Sie unterstützen Features wie Traffic Shaping, Quality of Service und Multi-WAN-Load-Balancing.

Mit der Umbenennung der Geräte soll die Marke Rohde & Schwarz Cybersecurity gestärkt werden, wie Topal auf der CEBIT bei CRN-TV erklärte; es sei einfach an der Zeit gewesen. Zudem gab der Manager einen kleinen Ausblick auf das anstehende Release 10.2 der Firewall-Software. Die kann Industrieprotokolle wie Scada und IEC 104 lesen und soll dem Hersteller neue Kundengruppen in der Industrie erschließen. Aber Stadtwerke sind Topal zufolge eine attraktive Zielgruppe mit großem Potenzial.