»Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht«: Ambitionierte Ziele bei Barracuda Networks

In den nächsten vier Jahren will Barracuda Networks seinen Jahresumsatz verdoppeln. Gelingen soll das durch Übernahmen und neue Produkte – durch die sich auch die Partnerlandschaft etwas verändert. Mit Anpassungen im Channelprogramm will der Hersteller seinen Partnern die Zusammenarbeit erleichtern und diejenigen belohnen, die sich engagieren.

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Zwar ist Barracuda Networks seit einigen Monaten wieder ein privates Unternehmen und damit nicht mehr den hohen und oft kurzfristigen Erwartungen von Aktionären und Analysten unterworfen, dennoch verfolgt der Security-Hersteller ambitionierte Ziele und will seinen Jahresumsatz in den nächsten vier Jahren auf etwa eine Milliarde Dollar verdoppeln. Dass Übernahmen dabei eine wichtige Rolle spielen, deutete sich zuletzt bereits an, als mit Sonian erst ein Spezialist für die Archivierung und Analyse von E-Mails gekauft wurde und wenig später der Phishing-Simulator Phishline folgte. »Aber auch mit dem aktuellen Portfolio ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht«, zeigt sich Michael Zajusch überzeugt, der vor kurzem zum Regional VP Sales aufstieg und nun neben dem deutschen auch das Schweizer Geschäft von Barracuda verantwortet.

So erschließen dem Hersteller etwa seine Sicherheitslösungen für Office 365 sowohl neue Kunden- als auch neue Partnergruppen. Speziell für die große Zahl der Microsoft-Reseller sind die Dienste interessant, weil sie ihre Angebote veredeln können und damit ein Stück weit der Preisvergleichbarkeit in diesem Business entkommen. Zudem handele es sich um ein einfaches Geschäft mit hohen Stückzahlen, das auch für Nicht-Sicherheitsspezialisten gut funktioniere, wie Zajusch betont.

Großes Potenzial sieht er auch im Bereich IoT-Security, in dem Barracuda seit einiger Zeit recht erfolgreich unterwegs ist. Hier ist der Hersteller ebenso wie mit seinen SD-WAN-Lösungen stärker ins Enterprise-Geschäft vorgestoßen und hat daher auch ein dediziertes Enterprise-Team aufgebaut. Dieses soll Partner in Projekten mit Großunternehmen unterstützen, weil sich diese durch die längeren Verkaufszyklen und höheren Stückzahlen vom typischen Mittelstandsgeschäft des Herstellers unterscheiden. Nebeneffekt der wachsenden Nachfrage nach Sicherheitslösungen für Office 365 und das IoT: Die Bedeutung der großen Systemhäuser innerhalb der Barracuda-Partnerlandschaft wächst. Bislang waren die Top-Partner des Herstellers vor allem kleinere, auf Security fokussierte Systemhäuser und IT-Dienstleister.

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