»Wir machen viele Dinge anders als andere US-Hersteller«: Mimecast baut Channel in Deutschland auf

Mimecast kommt mit seinen Security-Services für E-Mail-Infrastrukturen auf den deutschen Markt und baut hierzulande einen Channel auf. Dabei will sich der Hersteller von anderen US-Unternehmen absetzen: Er startet mit großem Team, deutschem Rechenzentrum – und einem starken Engagement für Schachboxen.

Michael Heuer, VP Central Europe bei Mimecast
(Foto: Mimecast)

Mit Mimecast stößt ein weiteres US-Unternehmen aus der Security-Branche auf den deutschen Markt vor. Der 2003 in Großbritannien gegründete und mittlerweile in den USA beheimate Hersteller hat sich auf die Absicherung von E-Mail-Infrastrukturen spezialisiert. Er übernimmt das Ausfiltern von Malware, Spam, Phishing und URLs zu bösartigen Websites, bietet aber auch Archivierung und Business-Continuity-Features. Unterstützt werden im Prinzip alle Plattformen von Exchange über Groupwise bis zu Notes. Der Großteil der Kunden komme allerdings aus der Microsoft-Welt, ein Drittel nutze bereits Office 365, berichtet Michael Heuer, VP Central Europe, im Gespräch mit CRN.

Heuer war im vergangenen Sommer der erste Mitarbeiter von Mimecast in Deutschland und soll nicht nur die Strukturen hierzulande aufbauen, sondern im gesamten nicht-englischsprachigen Europa. Der Fokus des Herstellers liegt aber auf der Bundesrepublik, wo auch kräftig investiert wurde. Das lokale Team ist bereits über 30 Mitarbeiter stark, zu Monatsbeginn kam mit Stefan Thiel der bisherige Deutschlandchef von Eset als Verantwortlicher für den Channel an Bord. Dazu sollen in wenigen Wochen in Frankfurt zwei eigene Rechenzentren den Betrieb aufnehmen. »Da haben wir mehrere Millionen reingesteckt«, sagt Heuer und betont, man wolle die Expansion keinesfalls halbherzig angehen.

Wo andere US-Hersteller oft mit ein, zwei Leuten in den deutschen Markt starten, engagiert sich Mimecast gleich stark – was auch daran liegt, dass die Ziele hoch gesteckt sind. Heuer ist sicher, er könne bald einen höheren Umsatz als die britischen Kollegen vorweisen. Und auch das Münchner Büro, das voraussichtlich im Spätsommer eröffnet werden soll, sieht er nur als ersten Schritt. »Es ist für gut 60 Mitarbeiter ausgelegt und dürfte vier, fünf Jahre reichen«, sagt er. Zuvor sollen aber weitere Niederlassungen in Deutschland eröffnet werden.

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