Privatsphäre im Internet schützen: Avira bringt Identitätsscanner

Die stetige Kontrolle persönlicher Daten im Internet verspricht Avira mit der Software Identity Scanner. Sie soll potenzielle Cyber-Risiken erkennt, die für Identitätsdiebstahl oder Online-Betrug ausgenutzt werden können.

Mit dem Identity Scanner können Anwender ihre persönlichen Daten im Web überwachen lassen.
(Foto: Avira)

Der Identity Scanner von Avira verspricht sozusagen einen Rundumschutz der digitalen Identität des Nutzers. Dazu werden neben Dokumenten und Kenndaten auch diverse persönliche und finanzielle Informationen des Anwenders überwacht. Neben dem sichtbaren Web scannt die Software laut Hersteller auch das Dark Web, um möglichen Sicherheitsverletzungen auf die Spur zu kommen. »Datenlecks und Verletzungen der Datensicherheit nehmen ständig zu. In der realen Welt kann man nach Hause gehen und die Tür verschließen«, sagt Tim Gaiser, Leiter der Identity Protection Unit bei Avira. Im digitalen Leben lasse sich die Privatsphäre nicht so leicht schützen. Es bestehe ein erhebliches Risiko, dass Hacker eine Schwachstelle finden und sie ausnutzen, um Zugriff auf persönliche Daten zu erhalten.

»Die meisten Fälle von Datenmissbrauch geschehen für Nutzer unbemerkt, denn Identitätsmissbrauch findet hauptsächlich im Dark Web statt. In Anbetracht seiner Größe ‒ Schätzungen gehen von 90 Prozent aller Inhalte im Internet aus ‒ ist es für Einzelpersonen kaum nachvollziehbar, ob ihre privaten Daten sicher sind und nicht etwa auf dem Schwarzmarkt zum Verkauf angeboten werden«, so Gaiser. Der Identity Scanner soll Nutzern helfen, dieses unsichtbare Cyber-Risiko einzuschätzen.

So funktioniert der Scanner

Nach der Registrierung im Avira Identity Scanner kann der Nutzer mehrere Datenkategorien überwachen lassen. Dazu zählen zum Beispiel ein Vorname und ein Nachname, zehn Adressen, zehn E-Mail-Adressen, ein Geburtsdatum sowie zehn Nutzernamen, zehn Kreditkartendaten und zehn Bankkonten. Auch Reisepass- und Personalausweisnummern werden auf Wunsch überwacht.

Sobald die Informationen bereitgestellt wurden, checkt die Online-Monitoring-Funktion der Lösung kontinuierlich, ob persönliche Daten des Nutzers im öffentlichen Web oder Dark Web vorliegen. Sobald eine Übereinstimmung gefunden wird, sendet die Software automatisch eine Alarmmeldung per E-Mail oder SMS.

Nachdem der Nutzer den Alarm erhalten hat, kann er die Daten mithilfe der Software überprüfen. Dort werden erste Ratschläge und Tipps im Umgang mit gemeldeten Problemen aufgezeigt und Lösungsansätze angeboten. Wenn der Anwender der Ansicht ist, dass persönliche Informationen unerlaubterweise im öffentlich zugänglichen Web publiziert wurden, soll die Funktion Online-Cleaner von Avira Identity Scanner ihn dabei unterstützen, diese Daten zu entfernen oder zu sperren.

Alternativ kann der Anwender den Kundenservice kontaktieren, um das Problem zu lösen. So kann zum Beispiel ein Service-Mitarbeiter kann im Namen des Nutzers direkt mit Dritten zusammenarbeiten, um persönliche Daten aus dem öffentlichen Web löschen oder sperren zu lassen.

Alle Kundendaten für Identity Scanner werden laut Avira in Deutschland und nach den Vorgaben des deutschen und EU-Datenschutzgesetzes gespeichert. Hinterlegte Daten werden mit einer AES-256-Verschlüsselung gesichert. Avira Identity Scanner ist für 3,95 Euro pro Monat erhältlich, das Jahresabonnement kostet 39,95 Euro.